Der Sozialpsychiatrische Dienst Dachau

Hotline bei psychischen Krisen

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Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Dachau feiern 40-jähriges Bestehen.

Dachau - Der Sozialpsychiatrische Dienst Dachau blickt auf 40 Jahre zurück.

40-jähriges Jubiläum feiert der Sozialpsychiatrische Dienst (SPDI). Zurück geht die Dachauer Einrichtung auf die 1975 vorgelegte Psychiatrie-Enquete. Der Expertenbericht beklagte damals die desolate Situation psychisch Kranker. 1978 entstand deshalb in der Dachauer Altstadt eine ortsnahe kleine Anlaufstelle mit Hilfsangeboten für Betroffene. Dreißig Mitarbeiter arbeiten derzeit im nun 40 Jahre alten Fachdienst, die sich für ein breites Beratungs- und Unterstützungsangebot für psychisch belastete Menschen einsetzen. In der der Tagesstätte finden sie Tagesstruktur und mit der Gebrauchtwarenhalle auch ein Arbeitsangebot. Neu ist ein Krisendienst, der über eine Hotline bei akuten psychischen Ausnahmesituationen erreichbar ist. Das überarbeitete Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz stelle den Krisendienst auf eine rechtlich solide Grundlage, betonte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Fachdienstleiter Andreas Miller, seit 1996 beim SPDI, konstatiert eine Zunahme psychischer Erkrankungen beispielsweise „burn-out“ oder Dressionen bei Vereinsamung im Alter. Es gab viele Gratulanten an diesem Abend: darunter Landrat Stefan Löwl, Oberbürgermeister Florian Hartmann, Caritas Vorstand Gabrielle Stark-Angermeier wie auch der Caritas Geschäftsführer von der Region München Nord, Axel Hannemann. Die Psychiaterin Dr. Ursula Geiger erinnerte sich an die Anfänge ihrer Zusammenarbeit mit dem SPDI zurück. Sie lobte, dass bereits in den 90er Jahren die Dachauer Caritas mit Freizeit- und Arbeitsangeboten begonnen habe – Angebote die bis heute bestehen und immer wieder weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der im Landkreis lebenden Menschen angepasst werden. Dass psychisch Kranke „abgeholt“ werden müssen ist das Credo des sozialpsychiatrischen Dienstes seit 40 Jahren. Roland Prantl, ehemaliger Leiter des SPDI, brachte es auf den Punkt: Ohne ein Zugehen auf die Menschen ging und gehe nichts. Auch für die nächsten 40 Jahre habe dieser Leitsatz nicht an Aktualität verloren.


red

Quelle: Dachauer Rundschau

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