MAN Standort Dachau 

MAN entschied sich für Dachau

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Werkleiter Sebastian Gruber (von rechts nach links) erklärt OB Florian Hartmann und Betriebsratsvorsitzendem Saki Stimonaris die Vorzüge des neuen Förderbandes.

Dachau - Nach Umstrukturierung wird der MAN Standort Dachau vom Ersatzteillager zum Logistikpark.

Nach einer umfassenden Neuausrichtung des Produktionsnetzwerkes von MAN Bus & Truck steht das Werk in Dachau-Ost vor neuen Aufgaben. Das langjährige Kerngeschäft, der weltweite Ersatzteilversand, wurde an den Standort Salzgitter verlagert. Für die dadurch frei gewordenen Mitarbeiter-Kapazitäten und die nicht mehr genutzten Flächen galt es, sinnvolle Lösungen zu finden. Werkleiter Sebastian Gruber, der seit 16 Jahren für die Geschicke des Standortes verantwortlich ist, erzählte beim Pressegespräch: „Das war eine sehr emotionale Geschichte und eine große Veränderung für die Menschen. Mitarbeiter, die von Beginn an vor 35 Jahren hier arbeiten, haben geheult, als wir die alten Anlagen abreißen mussten. Die Mitarbeiter mussten mit eigenen Augen sehen, dass etwas Neues entsteht. Seitdem weht ein unheimlich guter Spirit durch unsere Hallen. Saki Stimoniaris, MAN Betriebsratsvorsitzender ergänzt, wie wichtig es war, dass alle an einem Strang gezogen haben. „Vorstand, Werkleitung und Betriebsrat hatten alle den festen Willen, den Standort zu erhalten. MAN ist für viele Familie. Uns war wichtig, dass wir den Vorstand davon überzeugen, dass wir hier weiter wirtschaftlich arbeiten können und das ist uns gelungen“. MAN Dachau ist heute mehr denn je in den Werkeverbund eingebunden. In Dachau geblieben ist das regionale Teilevertriebslager für Süddeutschland und die Anrainerstaaten. Mehr als 560 Kunden werden von hier versorgt. Täglich verlassen 35 Lkws mit insgesamt 45 Tonnen Ware das Werk. Unverändert sind die Aufgaben und Tätigkeiten der rund 200 Büroangestellten. Sie kümmern sich unter anderem um die Steuerung des Ersatzteilgeschäftes, IT-Planung der Logistik und Zollabwicklung. Nach Abschluss der Umbauarbeiten im Herbst beliefert Dachau den Standort München mit kommissionierten Teilesätzen, die dort zeitnah am Band verbaut werden. Ebenfalls an die Max-Planck-Straße ausgelagert wurde die Reifenvormontage. Reifen und Felgen werden hier ab 2018 „verheiratet“ und stehen dann wiederum „just in time“ in Allach zur Verfügung. In Mitarbeiterschulungen wurden die Leute fit gemacht für die neuen Aufgaben. Eine große Herausforderung sei es gewesen, die älteren und leistungsgewandelten Mitarbeiter wieder adäquat zu beschäftigen. Sie hätten in der sogenannten Vorverpackung wieder eine sinnvolle und wichtige Arbeit gefunden. Dort würden primär Massen-Kleinteile entsprechend der Kundenorder zu Einheiten verpackt und nach Salzgitter verschickt. Die Arbeitsplätze seien modern und ergonomisch mit Hebehilfen sowie angepassten Arbeitshöhen ausgestattet. Oberbürgermeister Florian Hartmann (OB) sagte: „Aus der Sicht der Stadt Dachau ist es ein gutes Zeichen, wenn ein bedeutendes Unternehmen in die Zukunft investiert. Anders als bei manchen großen Konzernen, wo kleine Standorte oftmals mit einem Federstrich weggewischt werden.“ Ein „Geschenk“ kann Hartmann den Mitarbeitern noch machen: Spätestens zum Fahrplanwechsel können die Mitarbeiter der Spätschicht mit der Buslinie 744 nach Schichtende zum Bahnhof fahren.

rue

Quelle: Dachauer Rundschau

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