Bürgerversammlung

Viele Problemzonen in der Altstadt

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Manfred Wickjürgens (links) Bürgerantrag wurde angenommen. Er fordert eine erweiterte, nächtliche 30er Zone von der Mittermayer- bis zur Münchner Straße.

Dachau - Bunt durchgemischt waren die Themen auf der Bürgerversammlung für die Altstadt – ein Bürgerantrag kam überraschend.

Mit Bänken über Müll bis zum Verkehr waren bei der Bürgerversammlung für die Altstadt mit über 100 Bürgern im Ludwig-Thoma-Haus alle Themen vertreten. Bürgerin Margot Heinze-Ehrlich machte nach der Einführung des Oberbürgermeisters den Anfang. Ihre Kritik: Auf dem Schrannenplatz in der Altstadt werde vor allem abends wie wild geparkt, obwohl dies dort nicht erlaubt ist. Florian Hartmann erklärte, dass immer alle Autos auf dem Platz von der Verkehrsüberwachung aufgeschrieben werden. Er weiß: „Viele interessiert das nicht.“ Er will prüfen, ob zusätzliche Kontroll-Schichten finanziell möglich sind. Heinze-Ehrlich hatte zudem die Frage: „Wieso verkauft das Landratsamt das Grundstück an der Sparkasse, obwohl das Gebäude zu klein ist und ausgebaut werden müsste?“ Für sie ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. „Da müssten Sie den Landrat Stefan Löwl fragen,“ war alles, was Hartmann dazu sagen konnte, er verstehe es ebenfalls nicht. Eine andere Anwohnerin sagte: „Wir bekommen die beengte Situation des Landratsamtes täglich wegen des Parkchaos am Weiherweg und der Brucker Straße zu spüren.“ Sie appellierte an den OB, er solle sich für einen anderen Standort für das Landratsamt stark machen und nicht den Ausbau am Weiherweg. In einem Gremium muss der Stadtrat den Bürgerantrag von Manfred Wickjürgen behandeln, der bei der Bürgerversammlung eine Mehrheit erhielt. Wickjürgen forderte eine erweiterte, nächtliche 30er-Zone von der Mittermayerstraße bis zur Hermann-Stockmann-Straße. Außerdem wurden sich von Bürgern mehr Mülleimer, Parkbänke und eine große Uhr für das neue Hallenbad gewünscht, was Hartmann alles zusagte. Eine Seniorin erkundigte sich, ob es schon eine Nachfolge für den Laden des Franziskuswerkes in der Altstadt gäbe. Der OB hatte keine guten Nachrichten: „Der Laden ist für viele zu klein, die Anlieferung ist schwer und es gibt wenig Parkplätze“, weshalb es nicht gut aussehe, das Geschäft wieder an einen Lebensmittelladen oder einer Drogerie vermieten zu können.


mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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