Bürgerversammlung

Ordnungshüter gegen Hundehäufchen

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Bis auf den letzten Platz besetzt war die Bürgerversammlung für Udlding, Webling, Mitterndorf und die Altstadt im Ludwig- Thoma-Haus.

Dachau - Hundekot und Stau waren Hauptthemen bei der Bürgerversammlung für Udlding, Webling, Mitterndorf und die Altstadt.

Dass Müll immer mehr zum Problem werde, musste Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) zugeben. Wie ein roter Faden ziehe sich das Müllproblem durch jede Bürgerversammlung, sei es dass Wertstoffinseln überquellen und sei es dass Bürger Müll disziplinlos fallenlassen. Heike Peters bemängelte die fehlende Entsorung von Hundekot. Am Udldinger Hang würden immer mehr Hundebesitzer die Häufchen ihrer Vierbeiner hinterlassen. Deshalb forderte sie Ordnungshüter, die sich dieses Problems annähmen. Hartmann entgegnete, dass die Stadt Dachau 500.000 Stück Hundetüten verteilte, die aber nicht zum Entsorgen von Hundekot, sondern wahrscheinlich als Einkaufstüten zweckentfremdet würden. Außerdem würden die Leute vielleicht auch 20 Tüten auf einmal abreißen, mutmaßte Hartmann. Parkplatznot ist bis jetzt der Dauerbrenner jeder Bürgerversammlung gewesen. Renate Dorfner aus der Dr.-Hiller-Straße beschwerte sich seit gut zehn Jahren keine Parkplätze mehr zu bekommen. Sie forderte für das Wohngebiet am Weblinger Hang eine Anwohnerparkzone, ähnlich der am S-Bahnhof. Sie habe das Gefühl, dass die Anliegen der Bewohner von der Stadt vergessen würden, da das Problem ja schon so lange bestehe. Hartman versprach, den Fall zu prüfen. Stefan Zausinger beschwerte sich darüber, dass die Versorgung der Altstadtbewohner katastrophal sei, seit der Laden des Franziskus-Werks geschlossen habe. Er forderte, dass die Stadt sich für die Ansiedlung eines Supermarkts oder eines Kramerladens einsetzen solle. Hartmann konnte Zausinger wenig Hoffnung machen. Supermärkte verlangten eine große Fläche, die es in der Altstadt nicht gäbe und kleine Läden rechneten sich für die Ketten nicht. Der MünchenTrend zu kleineren Läden, „Rewe City“ oder „Edeka Express“ habe sich in der Altstadt noch nicht durchgesetzt. Hartmann hofft, dass der Zuzug in die Altstadt, nicht zuletzt durch die rege Bautätigkeit, bessere Einkaufsmöglichkeiten bringt. Sarah Doll vermisste in der Altstadt speziell für Jugendliche geschaffene Möglichkeiten preiswert und lautstark zu feiern. Hartmann konnte sie da nur auf das ASV-Gelände verweisen. Anwohner Rudolf Schmid bemängelte den fehlenden Glasfaserausbau. Die Klosterstraße und das Gebiet am Udldinger Hang seien weiße Flecken, beschwerte er sich. Hartmann wies darauf hin, dass die Stadt bei Straßensanierungen flächendeckend Leerrohre für Glasfasern einziehe. Auch liefere die Citycom in Udlding bereits schnelles Internet via Glasfaser. Armin Schmidt sprach den drohenden Verkehrskollaps an, der ihn daran hindere am Morgen staufrei in die Arbeit zu kommen. Hartmann argumentierte umweltpolitisch, wenn er wie in jeder Bürgerversammlung riet, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

kog

Quelle: Dachauer Rundschau

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