Ost-Umfahrung

Zeichen gegen die Ost-Umfahrung

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Zum dritten Mal pflanzte der Bund Naturschutz eine Linde auf der geplanten Trasse der Ost-Umfahrung Dachau und protestiert damit gegen deren Realisierung.

Dachau - Bund Naturschutz pflanzt Linde gegen den Bau der Umgehungsstraße.

Wenn es nach dem Bund Naturschutz Dachau geht, säumt die Zufahrt zum Magdalenenhof in einigen Jahrzehnten eine Lindenallee. Deshalb pflanzt der Verein bereits zum dritten Mal nach 2015 und 2016 eine Linde auf der geplanten Trasse der Ost-Umfahrung Dachau und protestiert damit gegen deren Realisierung. Die Trasse würde von der Staatsstraße 2063 durch das Dachauer Moos zur B471 führen. Die Naturschützer wollen ein Zeichen dafür setzen, dass sie diesen Straßenneubau ablehnen und das Thema in der Bevölkerung wach halten. Der von der Trassenführung betroffene Teil des Dachauer Mooses sei ihrer Meinung nach, für die Natur von großer Wichtigkeit. Ein Bannwald, Biotope, Flora-Fauna-Habitate und andere, für Tiere und Pflanzen lebensnotwendige Schutzbereiche würden irreparabel zerstört werden. Ein kurzer Weg in das Naherholungsgebiet wäre abgeschnitten. „Seit vor 20 Jahren der damals amtierende Landrat die Ost-Umfahrung erstmals als Lösung für die zunehmende Verkehrsproblematik in Dachau ins Spiel gebracht hat, geistert dieser Vorschlag mangels kreativerer Konzepte immer mal wieder durch die Gremien“, sagte Peter Heller, Vorstand der Kreisgruppe Dachau. Bestätigt fühlen sich Heller und seine Mitstreiter auch durch ein Verkehrsgutachten aus dem Jahr 2005: Die Stadt Dachau würde durch den Bau der Umgehung lediglich eine Verkehrsentlastung im unteren einstelligen Bereich erzielen. „Das viele Geld wäre in anderen kommunalen Projekten besser angelegt, als dass die Pendler für etliche Millionen auf einer neuen Straße besser im Stau stehen“, erklärte Peter Heller weiter. Die Linde, der Wappenbaum des Bund Naturschutz ist übrigens ein Herz-Wurzler – so benannt nach der Form seines Wurzelballens – und damit ein Symbol für eine Herzensangelegenheit der Naturfreunde.

rue

Quelle: Dachauer Rundschau

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