Hallenbad

Badespaß für 19 Millionen Euro

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So sollte das neue Dachauer Hallenbad bald aussehen.

Dachau - Die Bauarbeiten beginnen im September 2017. Der Werkausschuss stimmte der Entwurfsplanung für das neue Dachauer Hallenbad zu.

Das zukünftige Dachauer Hallenbad wird seinen Gästen mehrere Schwimmbecken, einen Whirlpool, eine Röhrenrutsche, einen Saunagarten und ein Restaurant bieten. Außerhalb des Badebereichs ist ein zusätzlicher zweiter Aufzug geplant, der behinderte Besucher ins Café bringen kann. Architekt Wolfgang Gollwitzer stellte den Bauplan für das neue Bad im der letzten Werkausschuss vor. „Das ist ein sehr gelungenes Projekt, das sein Geld kostet“, lobte Günter Dietz (CSU) den Entwurf. Die Kosten für das neue Hallenbad liegen bei 19,73 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren sind sie heftig gestiegen. Noch im November 2016 lagen sie bei 18 Millionen Euro. Norbert Winter (Bürger für Dachau) fragte: „Sind die Stadtwerke überhaupt in der Lage, sich so ein teures Projekt zu stemmen? So viel Geld nur für den Spaß?“ Stadtwerkeleiter Robert Haimerl antwortete: „Das Geschäft war 2016 stabil. Wenn das so weiter läuft, werden wir uns ein solches Bad leisten können.“ Er fügte noch hinzu: „Das Hallenbad als Zuschussbetrieb wird nie über seine Gewinne abbezahlt.“ Es kann über staatliche Zuschüsse und Gewinne aus anderen Geschäftszweigen und Darlehen in Höhe von rund zehn Millionen finanziert werden. Laut Plan wird zuerst das neue Bad neben dem alten gebaut. Danach muss das alte Hallenbad abgerissen und der Saunabereich gebaut werden. Gollwitzer schlug alternativ eine gemeinsame Ausführung aller Bauphasen vor. Dadurch seien günstigere Angebote und einer bessere Planungssicherheit möglich. Haimerl plädierte für die getrennte Durchführung des Projekts: „Als Kaufmann muss ich für`s Bauen in zwei Abschnitten sein.“ Anschließend waren sich die Stadträte einig, dass das Hallenbad nach der vorgestellten Entwurfsplanung und in zwei Abschnitten gebaut wird. Jürgen Seidl (FDP), Norbert Winter (Bürger für Dachau) und Claus Weber (Freie Wähler Dachau) stimmten dem Projekt nicht zu.

dar

Quelle: Dachauer Rundschau

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