Integration

Gegenseitiges Verständnis wächst

+
Das Landkreispuzzle, nicht jeder kann es, Landrat Stefan Löwl machts vor. Von links: Martina Tschirge, Volker Mai, Navid Ahmad, Michaela Wintermayr-Greck, Stefan Löwl, Brigitte Detering und Afredita Pfeifer

Dachau - IMA, Integration mit Augenmaß, trainiert spielerisch Alltagsfertigkeiten von Migranten. Für die Presse präsentierte das IMA-Team am 22. September das Projekt im Landratsamt.

Digitale und spielerische Hilfsmittel der Plattform IMA richtet sich an Menschen, die dauerhaft in Deutschland bleiben. Hinter IMA steht ein Team aus zwölf ehrenamtlichen Mitarbeitern aus zehn Nationen. Ein digitaler „Integrationsnavigator“, der „Mieterführerschein“, diverse Integrations-Spiele oder Kochbücher, sollen Geflüchteten die notwendige Integration in Land und Kultur erleichtern. Viele Alltagsfragen werden in bis zu 30 Sprachen erklärt. Eine Smartphone-App befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Das ganze Projekt bietet ein Gerüst, das erst in Kooperation vor Ort mit Leben gefüllt werden muss. Dabei spielen die Bedürfnissen der Migranten sowie deren Ansprechpartner eine sehr wichtige Rolle. Beim Pressetermin präsentierte Projetkoordinatorin und Begründerin von IMA, Martina Tschirge, die Inhalte von IMA und seine Kooperationspartner, darunter die Jutta Speidel-Stiftung, die Christliche Arbeitnehmerbewegung Italiens und die Freunde des koreanischen Brauchtums. Lobend erwähnte sie auch das ehrenamtliche Engagement der regionalen Helferkreise. Aferdita Pfeifer, seit September neue Integrationsbeauftragte des Landkreises Dachau, ist Unterstützerin des Projekts „IMA“. Die gebürtige Albanerin kam 1992 nach Deutschland. Bei ihrer Vorstellung letzten Freitag sagte sie: „Ich bin erfolgreich integriert und deshalb hier dahoam“. Landrat Stefan Löwl probierte gleich das neue Landkreispuzzle aus und setzte es erfolgreich zusammen. „Unglaublich, was das Entwicklerteam auf die Beine gestellt hat“, äußerte er sich begeistert. Über dieses Lob freute sich besonders Michaela Wintermayr-Greck, die sämtliche kreativen Integrationsspiele entwickelte. Beispielsweise das „Regiopoly“, dem bekannten Monopoly nachempfunden und auf die Situation von Migranten zugeschnitten. Dass es nicht nur Arbeit sei, sondern auch Spaß mache, anderen Migranten bei der Integration behilflich zu sein, erklärte Navid Ahmad, Bauingenieur aus Afghanistan, bei der Präsentation der technischen und manuellen Hilfsmittel, die allesamt am Tag der Regionen am 1. Oktober im Rathaus in Hebertshausen präsentiert werden. Für Volker Mai, ehemaliger Siemens-Manager, und Unterstützer von IMA, ist die Begegnung von Mensch zu Mensch und die Akzeptanz der Emotionalität das Wichtigste bei der Integration. IMA möchte deshalb weiterhin engagierte Unterstützer gewinnen, damit ein gegenseitiges Verständnis wachsen kann.


roc

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Herausforderungen gemeinsam meistern
Herausforderungen gemeinsam meistern
Fahrradparkhaus am S-Bahnhof
Fahrradparkhaus am S-Bahnhof
Grundschule wird umgestaltet
Grundschule wird umgestaltet

Kommentare