Landkreis Dachau/ Energiepreis

Pioniergeist und Innovation

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Freuen sich über gutes Geld für gute Ideen: Die Preisträger Peter Drechsler und Christa Puhr sowie die Vertreter der Gemeinde Karlsfeld.

Dachau - Der Energiepreis des Landkreises Dachau geht an die Gemeinde Karlsfeld und einem privaten Preisträger. Landrat Löwl lobte Pioniergeist und Ideen der Wettbewerber.

 „Global denken, lokal handeln!“ Unter diesem Motto steht der Energiepreis des Landkreises Dachau, der in diesem Jahr bereits zum siebten Mal verliehen wurde. Dotiert mit einem Preisgeld von 3000 Euro würdigt der Preis innovative und vorbildliche Projekte, die sich durch Energieeinsparung oder Energieeffizienz, die Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen oder den Ausbau erneuerbarer Energien auszeichnen. Privatpersonen, Kommunen, Unternehmen, Vereine, Schulen oder sonstige Institutionen aus dem Landkreis Dachau können sich bewerben. Für den Energiepreis 2017 gingen sechs Bewerbungen ein. In einer Sitzung im November hat der Umweltausschuss des Landkreises beschlossen, die Gewinnsumme auf zwei Preisträger aufzuteilen. Die Verleihung fand im Rahmen einer Feierstunde durch Landrat Stefan Löwl statt. Er lobte in seiner Ansprache den Pioniergeist und die innovativen Ideen der Wettbewerber. „Die eingereichten Ideen sind Einzelbeispiele. Nur der Landkreis allein kann das Klima nicht schützen. Der Bürger muss aktiv werden“, sagte Löwl. Über 1500 Euro Preisgeld kann sich einmal die Gemeinde Karlsfeld für ihre 2016 in Betrieb genommene Prozesswasseranlage freuen. Dabei wird mittels spezieller Bakterienkulturen dem Abwasser der Stickstoff entzogen. Das geschieht mit einem deutlich höheren Wirkungsgrad und einem geringeren energetischen Aufwand im Vergleich zum alten Verfahren. Die Kläranlage in Karlsfeld ist eine der ersten, die dieses Verfahren anwendet und damit einen aktiven Beitrag zum Gewässerschutz leistet. Den zweiten Scheck konnten die Privatleute Peter Drechsler und Christa Puhr aus Dachau entgegennehmen. Bei der Suche nach einer umweltfreundlichen Heizung für ihr Eigenheim stießen die beiden auf einen sogenannten Naturwärmespeicher. Damit lässt sich regenerativ heizen und kühlen. Die angewandte Technik entspricht dem Prinzip eines Luft-Wärmetauschers. Die Kombination der einzelnen verbauten Elemente aber ergibt ein neuartiges, patentiertes System einer Wärmepumpe, die als Wärmequelle die Umgebungsluft und einen integrierten Latentwärmespeicher nutzt. Auch hier ist der Wirkungsgrad höher als bei anderen Systemen, da der Umgebung mehr Energie entzogen werden kann. Ein weiterer Vorteil: Der Einbau eines Naturwärmespeichers ist weder genehmigungs- noch anzeigepflichtig. Optisch sieht der Naturwärmespeicher wie ein Brunnen aus und bietet damit gleich noch einen ansprechenden Blickfang im Garten.

rue

Quelle: Dachauer Rundschau

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