Unfallursachen

Zu schnell und zu wenig Abstand

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Nicht nur zu schnelles Fahren verursacht Unfälle. Die häufigsten Unfallursachen sind Fehler im Fahrverhalten.

Dachau - Unfälle im Landkreis Dachau häuften sich im vergangenen Jahr

Bundesweit gesehen sind Fehler beim Abbiegen, Ein- und Anfahren, Rückwärtsfahren und Wenden die Unfallursache Nummer eins. Gefolgt vom Vorfahrt nehmen, ungenügendem Abstand sowie zu hoher Geschwindigkeit. Dies berichtete Richard Wacht, Polizeihauptkommissar und Verkehrsexperte der Dachauer Polizei, in der Kreisausschussitzung im Landratsamt. Im Landkreis Dachau stellt sich die Lage ähnlich dar. Wegen zu hoher Geschwindigkeit gab es 187 Unfälle, der schnellste Raser hatte auf der Landstraße unverantwortliche 226 Kilometer pro Stunde auf dem Tacho. Bei Unfällen mit überhöhter Geschwindigkeit wurden 129 Personen verletzt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es fast 9 Prozent mehr Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit. Be- oder angetrunkene Fahrer waren 2016 für vierzig Prozent mehr Unfälle verantwortlich als im Jahr zuvor. Erschreckend auch die Zahl der Unfallfluchten: Bei insgesamt 5.005 Unfällen suchten die Unfallverursacher 957 mal das Weite. Damit entfernt sich fast jeder fünfte unerlaubt vom Unfallort. Fahrerflucht ist eine Straftat. Kommt es zur Aufklärung, muss der Flüchtige mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen. Es kann ebenfalls eine hohe Geldstrafe drohen. In der Regel verliert der Täter seinen Führerschein oder erhält für die Fahrerflucht mindestens ein Fahrverbot. Die tatsächliche Aufklärungsquote im Landkreis Dachau liegt bei lediglich 37,4 Prozent. In der Stadt Dachau kam es zu 136 Unfällen mehr als im Jahr 2015. Auf der Münchner und der Schleißheimer Straße passieren besonders viele Unfälle. Hauptunfallstrecken außerhalb der Stadt sind die 31 Kilometer lange Staatsstraße 2047, die B 13 sowie die B 471. Über vierzig Verkehrsunfälle mehr registrierte die Polizei auf der B 471. Auf dieser Bundesstraße ereignete sich im letzten Jahr ein folgenschwerer Verkehrsunfall: Ein Kind wurde durch das Autofenster geschleudert und verstarb. Die Zahl der Verletzten ist seit zirca 30 Jahren gleichbleibend, neun Menschen verloren 2016 bei Verkehrsunfällen ihr Leben.

som

Quelle: Dachauer Rundschau

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