Fasching

Sündige Gassen in der Altstadt

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Dachau - Halterlose Netzstrümpfe, knapp sitzende Korsagen, Getigertes, Conchita-Wurst-Verschnitte und viele „harte Typen“ - diese illustere Gesellschaft bevölkerte am vergangenen Samstag das Ludwig-Thoma-Haus in Dachau.

Nach einem Jahr Pause gab es ihn endlich wieder: den legendären Feuerwehr-Faschingsball. Aus Brandschutzgründen musste er 2016 ausfallen. Deshalb war die Feierwut in diesem Jahr um so größer - das war zumindest der Eindruck vieler Gäste. Thematisch ging es einen Abend lang unter dem Motto „Sperrbezirk? – Florianis sündige Gassen“ auf eine Reise ins (Dachauer) Rotlichtmilleu. In mehreren schummrigen Partyzonen, die aufwändig, zum Thema passend, frivol dekorierte waren, ging es heiß her. Für die unterschiedlichen Musik-Geschmäcker spielte die Partyband Chikeria im großen Saal, „Landi und Band“ im Foyer und ein DJ legte im Erdgeschoss auf. Die Feurwehrler selbst brillierte wieder mit ihrem Auftritt und zeigten beim Männer-Striptease viel nackte Haut. Dem Oberbürgermeister Florian Hartmann und anderen anwesenden Politikern schlugen sie vor, auf dem brach liegenden MD Gelände einen „Palast der Sinne zu errichten und das Gebiet als Sperrgebiet auszuweisen. Weiterhin sprachen sie auch das leidige Thema „Verkehrsstau in Dachau“ an. Bei der Ursachenforschung hatten sie Lösungsansatz parat: Möglichweise sind die „heißen Burlesque-Damen“ daran zumindest mitschuldig. Sie verdrehen der Männerwelt beim Autofahren den Kopf und lenken sie ab, am Verkehrsgeschehen ordnungsgemäß teilzunehmen. Die Feuerwehr erntete riesigen Beifall vom Faschings-Publikum für ihren Auftritt. Die Faschingsparty dauerte bis in die frühen Morgenstunden und viele Besucher könnten sich schon auf den Ball im nächsten Jahr freuen...wenn es da nicht ein neues Problem gäbe. Der Lagerraum für die Dekorationsutensilien wird abgerissen und kein neuer ist in Sicht. Die Freiwillige Feuerwehr ist deshalb auf der Suche nach unentgeltlichen Lagerräumen in Dachau und Umgebung. Informationen und Angebote bitte an Stefan Fichtl unter Telefon 0172/8213741.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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