Dachau/ Buchpremiere

„Voll aufs Maul", ein Buch über Dachau

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Floiran Göttler

Dachau - Der Dachauer Florian Göttler feiert sein spektakuläres Buchdebüt

Eigentlich kennen die Dachauer Florian Göttler als Öffentlichkeitsarbeiter der Stadt Dachau – wenn sie ihn denn überhaupt kennen. Denn als PR-Mann und Stadtfotograf steht der 41-Jährige immer hinter der Kamera. Diesmal aber nicht, denn nun prangt sein Antlitz auf der Innenseite eines Buchumschlags, als Autorenfoto. „Voll aufs Maul“ heißt das Erstlingswerk, mit dem der Dachauer gerade für Furore sorgt. Wenn man das Buch liest, kann man sich vorstellen, dass Göttler beim Schreiben verschmitzt gelächelt hat. Denn das Buch ist prall gefüllt mit anarchischen Episoden und skurrilen Ereignissen. Stellenweise in der Wortwahl nicht unbedingt für eine Sonntagspredigt geeignet, entführt Göttler den Leser in die Welt des fiktiven Literaten Paul Schmerz. Über seine unverblümte, kein Blatt vor den Mund nehmende Sprache sagt der Autor: „Es ist vor allem eine authentische Sprache. Wenn sich jemand schwer verletzt, dann sagt er eben nicht „oh, wie schade“ sondern er schreit laut „Sch…“ Und dass sich Menschen verletzen, so viel sei verraten, das kommt in „Voll aufs Maul“ durchaus häufiger vor. In die Rahmenhandlung, in der Göttler den literarischen Werdegang des Bier trinkenden und Gras rauchenden Paul Schmerz schildert, webt der Autor geschickt satirische, humorvolle aber auch nachdenklich machende Kurzgeschichten ein. Auch wenn Göttler seinen Protagonisten und damit auch den Leser zunächst auf eine Tour durch Deutschland schickt und schließlich auch nach Ägypten, Thailand und Indien, so ist „Voll aufs Maul“ vor allem ein Buch über die Heimat des Autors: Oberbayern und insbesondere seine Heimatstadt Dachau. Das Café Gramsci, der Irish Pub und der Hügel am Windrad über Steinkirchen sind Orte, die so mancher Leser wiedererkennen wird. Und genau dieser Wiedererkennungseffekt lädt zur herrlichen Spekulation darüber ein, was tatsächlich real ist, und was der blühenden Phantasie des Autors entsprungen ist. „Das Buch beruht auf unwahren Begebenheiten“, sagt Göttler und betont: „Nichts ist real. Ich habe mir alles ausgedacht.“ Göttler lächelt verschmitzt.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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