Auf dem roten Sofa von Martin Güll

Resümee zur Amtshalbzeit

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Auf dem roten Sofa von Martin Güll steht Oberbürgermeister Florian Hartmann Rede und Antwort.

Dachau - OB Florian Hartmann nimmt auf dem roten Sofa von Martin Güll Platz.

„Auf dem roten Sofa sitzen Menschen, die etwas zu erzählen haben“ – so eröffnete Martin Güll (SPD), MdL, den Abend in der ausgebuchten Kulturschranne. Florian Hartmann stand ihm Rede und Antwort zur Halbzeit seiner Amtsperiode als Dachauer Oberbürgermeister. Zum Auftakt erinnerten die beiden Parteifreunde an die Wahlnacht Ende März 2014. Florian Hartmann ging als deutlicher Sieger aus der Stichwahl gegen Alt-Bürgermeister Peter Bürgel hervor und wurde mit gerade einmal 27 Jahren zum jüngsten Oberbürgermeister Deutschlands. „Alle haben gemeint, dass ich Landrat werde“, erzählt Martin Güll. „Und dann war ich am Ende nicht Landrat, sondern du Oberbürgermeister.“ „Ich war selbst wohl am meisten überrascht“, stimmte Hartmann Güll zu. „Mein Leben hat sich praktisch von einem Tag auf den anderen komplett verändert. An einem Tag war ich Angestellter, am nächsten Tag habe ich gekündigt und war plötzlich Chef von ungefähr 600 Mitarbeitern“, erinnert sich Hartmann weiter. Das Medieninteresse sei gewaltig gewesen und gleichzeitig galt es, die erste konstituierende Stadtratssitzung abzuhalten und die laufenden Geschäfte zu führen. „Plötzlich hatten alle meine Handynummer und ich wusste gar nicht, woher“, sagte Hartmann verblüfft. Roter Faden für das Gespräch auf dem roten Sofa waren die Inhalte des Wahlprogramms Hartmanns: Mehr bezahlbarer Wohnraum, Ausbau der Kinderbetreuung, neue Buslinien und die Verlängerung der Bus-Betriebszeiten, ein Schulentwicklungsprogramm, der Neubau des Hallenbades, ein Konzept zur „sozialgerechten Bodennutzung, ein Fahrradparkhaus am Bahnhof und nicht zuletzt die Umsetzung von Naturschutzprojekten – das sei „mein Fahrplan“, sagte der OB. Viele Themen seien bereits angestoßen und teilweise bereits erfolgreich umgesetzt worden. Nachzulesen ist dies im Einzelnen auch im Flyer „Gesagt, getan!“, den die SPD rechtzeitig zur Amtshalbzeit herausgegeben hat. „Erstmalig hat 2016 im Krippen- und Kindergarten-Bereich jeder einen Platz bekommen, der einen gebraucht hat und auch 2017 sollte das wieder klappen“, führt Hartmann exemplarisch aus. Auch die Kehrseite der Medaille lässt er nicht aus: Wie langwierig und zeitintensiv sich Projekte teilweise gestalten. Als Beispiel nennt er hier die zähen Verhandlungen mit der Bahn rund um die Planung für das Gelände der ehemaligen Papierfabrik oder das dafür fehlende Verkehrskonzept. „Da werde ich von der Realität eingeholt“, stellt Hartmann fest. Wichtig sei ihm vor allem die Nähe zu den Bürgern und dass Themen mit konkreten Konzepten besetzt werden. Da spreche der gelernte Naturwissenschaftler aus ihm. „Man muss als Kommunalpolitiker sein Handeln auch auf die Zukunft ausrichten und nicht nur auf eine Amtszeit“, resümiert der OB.

rue

Quelle: Dachauer Rundschau

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