Dachau/ Veranstaltung zur Rauhnacht

Die Zeit zwischen den Zeiten

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Die Masken der Perchtenläufe symbolisieren die bösen Geister, die für das neue Jahr gebannt werden sollen.

Dachau - Geschichten über Bräuche und Rituale rund um die Rauhnächte mit der Zeitspinnerin, dem Woidgeist und der zahnaden Drud.

Wenn Winterstürme toben, reiten Hexen auf Besenstielen und Perchten treiben mit furchterregenden Masken böse Geister aus... Die Gästeführerinnen Anni Härtl und Nina Schiffner entführen am 28. Dezember auf eine Reise in die Vergangenheit alter Bräuche rund um Weihnachten bis zu Heilige Drei Könige. Die zwölf Rauhnächte zwischen Weihnachten und Dreikönig sind voller Sagen und Bräuche, Glauben und Aberglauben. Es ist die Zeit zwischen den Zeiten. Nach alten Überlieferungen sollen die finsteren Mächte an diesen Tagen sehr mächtig sein, Seelen wiederkehren, Geister erscheinen, Dämonen Haus und Hof übernehmen. Die Wilde Jagd mit der Göttin Percht oder Holla fegt ums Haus, nimmt alles mit, was im alten Jahr bleiben soll und nicht mehr aktuell ist. In vorchristlicher Zeit waren die Rauhnächte eine besondere, heilige Zeit, in der nicht gearbeitet wurde. Es durfte nicht geputzt, gewaschen, gewebt oder gesponnen werden, weil das Unglück bringen sollte. Statt dessen nutzten die Menschen die Zeit für die Familie. In Haus und Hof wurde ausgiebig geräuchert, um Mensch und Tier, Hab und Gut zu beschützen und Dämonen zu vertreiben. Das mittelhochdeutsche „rouch“ bedeutet „rauchen“ oder „räuchern“ und so wurden aus den „Rouchnaten“ die „Rauhnächte“ eine Anspielung auf die noch heute lebendigen Bräuche rund um das Räuchern. Da in dieser Übergangszeit der Zugang in andere Dimension leichter sein soll, galten die Rauhnächte auch als Los-und Orakeltage. Silvesterbräuche wie das Bleigießen erinnern daran. Teilnehmer der Veranstaltung treffen sich am 28. Dezember um 17 Uhr am Wasserturm. Der Eintritt beträgt acht Euro einschließlich „Zaubergetränke“ Anmeldung erbeten unter: nina.schiffner@gmx.de oder 08131/454708 sowie facebook Dachauer-Malweiber.bayern.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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