Busverkehr

Mit dem Bus in Dachau unterwegs

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Reinhard Dippold (links) von den Stadtwerken und CSU-Stadtrat Peter Strauch diskutieren mit Bürgern über ein zukünftiges Busverkehrskonzept.

Dachau - Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zukunft Dachau“ lud die CSU zu einem Informationsabend zum Thema Busverkehr ein.

Wie sieht der Busverkehr der Zukunft aus? Um diese Frage zu beantworten lud der CSU-Ortsverband in einer öffentlichen Sitzung Reinhard Dippold als Experten ein, Abteilungsleiter Verkehr bei den Stadtwerken Dachau. In seinem Vortrag betonte er, dass die Stadt mit einem Bus und einer Linie begonnen habe. Heute böten die Stadtwerke 11 Linien an, die Busflotte umfasse über 40 Busse in allen Größen. Mit einem Blick in die Statistik zeigte er, wie sehr sich das Angebot in dieser Zeit verbessert hat. Wären um 1950 pro Jahr gerade mal 10.000 Fahrgäste auf 5.000 Linienkilometer transportiert worden, so seien es heute fast 350.000 Fahrgäste auf knapp 100.000 Linienkilometern. Auch die Abdeckung des Stadtgebietes mit den Bussen sei sehr attraktiv, sagte Dippold. Es gebe seit der Anbindung von Himmelreich fast keine Gebiete mehr, wo die nächstgelegene Bushaltestelle mehr als 300 Meter entfernt ist. Auch die Qualität der Haltestellen lägen den Stadtwerken sehr am Herzen. Von den 126 Haltestellen seien bereits 103 behindertengerecht ausgebaut und an 65 befinde sich ein Wartehäuschen. „Diese Quoten sind bayernweit spitze“, betonte Dippold nicht ohne Stolz. Großes Augenmerk lege man derzeit auf das Thema „Busbeschleunigung“. Die Ausschreibung für das System sei bereits abgeschlossen, so dass mit Inbetriebnahme noch in diesem Jahr zu rechnen sei. Im Rahmen dieser Maßnahme würden alle relevanten Ampelanlagen sowie die gesamte Busflotte mit dem System ausgerüstet. Dippold machte deutlich, dass sich vor allem in den Hauptverkehrszeiten signifikante Verbesserungen erst ergeben würden, wenn der Durchgangsverkehr auf den Hauptstraßen um Dachau herumgeführt würde. Abschließend wies er auf die Bemühungen der Stadtwerke zum Nahverkehrsplan hin. Dieser sei ein „unerlässliches Instrument“ für die Gestaltung des allgemeinen öffentlichen Personennahverkehrs. Derzeit stünden Anträge und Ideen im Raum, die das Angebot nochmal massiv verbessern würden. Die gefahrenen Linienkilometer würden sich so bis 2021 auf 200.000 Linienkilometer verdoppeln, auch die Busflotte müsste deutlich aufgestockt werden. Die Entscheidung läge hier aber final beim Stadtrat. Fraktionsvorsitzender Florian Schiller und der Sprecher im Umwelt- und Verkehrsausschuss, Peter Strauch, zeigten im Anschluss an Dippolds Vortrag die Leitlinien der CSU-Verkehrspolitik auf. Hauptziele seien die Entlastung der Dachauer Bevölkerung von Verkehrsemissionen bei gleichzeitiger Sicherstellung des Zugangs zur Mobilität. Beim Busverkehr seien die Forderung der CSU eindeutig: In der Normalverkehrszeit müsse ein Zehn-Minuten-Takt (5.30 Uhr bis 20.30 Uhr) und in der Schwachverkehrszeit ein 20 Minuten-Takt (20.30 bis 24 Uhr) her. Zudem müsse die Taktfrequenz auf allen Linien erhöht werden, so Schiller und Strauch. Weitere wichtige und zentrale Verkehrsprojekte aus CSU-Sicht seien die Realisierung der Nord- Ostumgehung, ein Parkhaus am Bahnhof mit „abgeschirmter Zufahrt“ für 600 Fahrzeuge, der offensive Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge, der Bau einer Mobilitätsstation am „Stadtbahnhof“, „Laufbänder“ in der Altstadt, der Ausbau von Car-Sharing-Angeboten in Dachau sowie die Einführung eines Mietradsystems. Für den Herbst kündigte Strauch eine weitere Veranstaltung zum Thema „Zukunft des Individualverkehrs“ an.


red

Quelle: Dachauer Rundschau

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