Die deutsche Staatsbürgerschaft

Endlich angekommen

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Beim Einbürgerungsempfang kamen rund 130 Gäste in die Aula der Dr.-Josef-Schwalber- Realschule.

Landkreis- Der Landkreis begrüßt eingebürgerte Personen mit einem festlichen Empfang.

„Übers Mittelmeer oder in der Business-Class – egal wie sie hier her gekommen sind, sie sind nun angekommen“, begrüßte Landrat Stefan Löwl beim Einbürgerungsempfang die rund 130 Gäste in der Aula der Dr.-Josef-Schwalber-Realschule in Dachau. In den letzten 13 Monaten erhielten etwa 200 Personen im Landkreis Dachau die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie stammen aus 48 verschiedenen Ländern. Herkunftsstärkste Länder sind Polen mit 24 Personen, Türkei mit 23, Griechenland mit 19 Bürgern sowie Großbritannien und Afghanistan mit jeweils 13 Personen, informierte Löwl. Die Lebensgeschichten dieser Menschen seien so unterschiedlich wie die Gründe, warum sie nach Deutschland kamen. „Einige sind hier geboren, andere sind vor Gewalt oder Unterdrückung geflohen, manche folgten der Arbeit, der Liebe oder suchten ihr Glück außerhalb des Heimatlandes“, zählte er auf. Mit der Einbürgerung seien sie nun gleichberechtigte Bürger geworden, die wählen dürfen oder selbst kandidieren. „Ich bitte sie, bringen sie sich aktiv ein, engagieren sie sich in Vereinen, Verbänden oder der Politik“, richtete er sich an die eingebürgerten Gäste. „Seien sie ein gutes Beispiel gelungener Integration“, forderte er weiter auf. „Damit Deutschland den aktuellen wirtschaftlichen Stand halten kann, werden eine halbe Millionen Einwanderer benötigt“, sagte Professor Wilhelm Liebhart aus Altomünster, der die Festrede an diesem Abend hielt. Ohne Einwanderung müssten die Deutschen von ein auf drei Kinder pro Familie erhöhen. Der Landkreis bringe mit dieser Feierlichkeit zum Ausdruck „Wir brauchen und wir wollen sie“, sagte er. Die Stärke von Deutschland sei, dass man als neuer Deutscher Staatsangehöriger seine Identität, seine Wurzeln nicht aufgeben müsse. In Bayern haben sich 2017 rund 15.600 Personen einbürgern lassen, das sei ein Zuwachs von 8,6 Prozent zum Vorjahr, erläuterte Liebhart die Statistiken. Vor allem die Zunahme der Briten sei auffallend – Schuld sei der Brexit. 2016 ließen sich 313 Briten in Bayern einbürgern, 2017 seien es fast 1.000 gewesen. „Ich kann Ihnen nur gratulieren, dass sie trotz einiger Hürden beim Einbürgerungsverfahren dran geblieben sind, dass sie nicht aufgegeben haben, dass sie es so sehr wollten“, sagte Ahmad Navid, Sprecher des Asyl- und Integrationsbeirates im Landkreis Dachau.


mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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