Markt Indersdorf/Volksfest

Volksnah und markige Sprüche

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Zum Abschluss spielt die Kapelle spielt die Bayernhymne und das Deutschlandlied.

Dachau - Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder sprach im vollen Indersdorfer Festzelt.

Als Söder in Jeans und ledernem Trachtenjanker in das Bierzelt marschiert, spielen die Indersdorfer Musikanten den bayrischen Defiliermarsch. Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder gibt sich im vollen Indersdorfer Festzelt vor gut 1900 Bierzeltbesuchern volksnah und heimatverbunden. Er schüttelt Hände, gibt Autogramme und lässt sich zu Selfies animieren. Auf dem Foto (von links): Ortsvorsitzender Jörg Westermair, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrat Stefan Löwl, Anton Kreitmair, Ministerpräsident Markus Söder und Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath. Söder, der zusammen mit Dachauer CSU-Politikern an einem Tisch saß, ging unter dem Applaus der Bierzeltbesucher auf die Bühne. Er gab sich heimatverbunden, lobte seine Vorredner und begeisterte das Publikum mit markigen Sprüchen. „Das Leistungsherz ist im Süden“ sagte er. Europa wäre nur so stabil, weil es Deutschland gäbe, aber Deutschland wäre nur so stark, weil es Bayern gäbe. Und Dachau wäre der erfolgreichste Landkreis überhaupt. Das gefiel dem Publikum und applaudierte. Söder versprach mehr Geld für Familien. Wer seine Familie zu Hause pflegt, soll künftig ein Pflegegeld von 1000 Euro bekommen. Zusätzlich wird es ein Familiengeld für die Kinderbetreuung geben. „Das ist ein klares Signal an die Generationen“, sagte Söder. Der 51-jährige CSU-Politiker sprach auch die Flüchtlingspolitik und Zuwanderung an. „Wer hierher kommt und wirklich Hilfe benötigt, hat nirgends bessere Chancen als in Bayern“, behauptete er. Asylbewerber müssten sich aber den Werten, Sitten und Gebräuchen des Landes anpassen. Wenn ein Asylantrag abgelehnt werde, dann müsse derjenige auch das Land verlassen. Asyl dürfe kein zweites Einkommen sein. Es reiche, wenn es Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf gäbe. Der Freistaat Bayern gäbe Milliardenbeträge für Zuwanderung aus, dürfe dabei aber die eigene Bevölkerung nicht vergessen. Söder verteidigte das umstrittene Polizeiaufgabengesetz, vor dem viele Kritiker warnen, weil es der Polizei Befugnisse in die Hand gibt, wie sie bisher nur der Geheimdienst hat. Mit ihm, Söder, soll Bayern keine „no go Area“ für Kriminelle werden, so wie es einige Stadtteile beispielsweise in Berlin schon sind. Dort würde sich die Polizei gar nicht mehr hintrauen. Deshalb soll Bayern 3500 Polizeikräfte mit mehr Ein-und Zugriffsrechten zusätzlich bekommen. Der neue Ministerpräsident machte im Bierzelt deutlich: „Bayern ist einmalig“. Dazu gehöre Heimatgefühl, Brauchtum und auch das Kruzifix. Man könne am Sonntag in die Kirche gehen und am Montag über innovative Forschung reden. Söder machte im Indersdorfer Bierzelt eindeutig Wahlkampf. Sein Ziel ist die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl. Selbstsicher demonstrierte der CSU-Politiker sene Heimatverbundenheit: „Ich bin der Markus, hier bin i dahoam, und hier bleibe ich auch-wenn Sie es wollen.“

roc

Quelle: Dachauer Rundschau

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