Berufsinformationstag

Orientierung im Ausbildungs-Dschungel

1 von 11
2 von 11
3 von 11
4 von 11
5 von 11
6 von 11
7 von 11
8 von 11

Dachau - Fast 350 Blätter hingen im Foyer des ASV. Drum herum gingen Jugendliche, als gäbe es etwas umsonst. Auf den Zetteln standen jedoch Stellenangebote für Praktikums- oder Ausbildungsplätze.

„So viel wie noch nie“, sagte Gabriele Riffert, Pressesprecherin der JOB Dachau. In diesem Jahr neu dazugekommen sind nämlich die Praktikumsplätze. Wie wichtig diese geworden sind, weiß Sparkassenvorstand Hermann Krenn: „80 bis 90 Prozent machen eine Ausbildung in einem Beruf, in dem sie vorher ein Praktikum gemacht haben“. Und das beobachte er nicht nur bei der Sparkasse. 60 Aussteller stellten in diesem Jahr rund 120 Berufe vor. „Es war uns wichtig, dass die Aussteller Azubis an den Stand stellen, bei denen die Schüler Informationen zur Ausbildung erfahren können“, erklärte Hermann Krenn. Um die Jugendlichen noch mehr zu Gesprächen zu animieren, konnten sie an Ständen Aufkleber sammeln. Bei drei Aufklebern bestand die Chance, eines der zwei Ipads zu gewinnen. Krenn ist sich bewusst: „Kaum einer wird aus der Messe gegangen sein und gesagt haben: Ja, das ist mein Ausbildungsberuf.“ Die Messe sei aber eine erste Orientierung und Informationsquelle. Nach der Messe luden sich die Jugendlichen idealerweise die „Bildungsnaviapp“ herunter. Sie beinhaltet Tipps für Bewerbungen und Videos zu Ausbildungsberufen zum Download. Außerdem kann gezielt nach Ausbildungsplätzen in der Region gesucht werden. „Die Regionalität ist unser Hauptziel“, betonte Agnes Brunner, Vorsitzende des Arbeitskreises SchuleWirtschaft Dachau seitens der Schule. Ein zusätzliches Angebot waren die Workshops. Wichtig war den Organisatoren der Vortrag für Eltern, wie sie ihre Kinder unterstützen können. In Zeiten, in denen die Betreuung der Schulen in Sachen Berufswahl immer vielfältiger wird und Pflichtpraktika zum Schulalltag gehören, habe sich die Erwartungshaltung geändert. „Wenn heute ein Kind keine Ausbildung bekommt, werden oft die Schulen zur Verantwortung gezogen“, weiß Thomas Hendler, der seit November 2016 neuer Vermittler an den Mittelschulen des Arbeitskreises ist. Oft sei es den Eltern aber auch nicht möglich, die Kinder beim Bewerben zu unterstützen. „Schüler sind oft Dolmetscher bei Elterngesprächen“, erzählt er. Denn die meisten Eltern ausländischer Kinder können wenig bis kein Deutsch.

mik

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Jeder sollte Demenz Partner sein
Jeder sollte Demenz Partner sein
Gedenkfeier zur Pogromnacht mit Zeitzeuge
Gedenkfeier zur Pogromnacht mit Zeitzeuge
Autoarmes Wohnen
Autoarmes Wohnen
Tickets unterm Christbaum
Tickets unterm Christbaum

Kommentare