Familienbad 

Planschen beim Musik-Festival

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Musikfestival „Pool Pop“ im Dachauer Familienbad. Auf dem Foto die Band Just Chanpero auf der Bühne

Dachau - Erstes Open Air „Pool Pop“ mit 1.200 Besuchern

„Jeder der schon einmal auf einem Musikfestival war, während die Sonne so richtig runter gebrannt hat, hat sich einen Pool zum Abkühlen gewünscht. Und einige Besucher werden sich beim Planschen hier im Freibad schon gedacht haben, dass so ein bisschen Musik nicht schlecht wäre...“, mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeister Florian Hartmann das erste Open Air „Pool Pop“ im Freibad am vergangenen Freitag. Er dankte den Stadtwerken für die Idee und Durchführung des ersten Festivals im Freibad. Die Stadtwerke wollte schon vergangenes Jahr ein Pool Pop veranstalten, doch ist das Festival buchstäblich ins Wasser gefallen. Umso glücklicher waren die Organisatoren über das Kaiserwetter in diesem Jahr. 1.200 Besucher kamen ins Freibad, um sich im Pool abzukühlen und die Musik der vier Bands zu genießen. Vanagon Drive, BadCats, Just Chanpero und Mama Makes Coffee animierten die Besucher mit Country, Reggae, Hip Hop, Pop und Rock zum tanzen, mitsingen oder mitwippen. Bier aus Plastikbechern und Wurstsemmeln machten die Festival-Atmosphäre nahezu perfekt. Von 16jährigen Teenagern über Familien mit Kindern bis hin zu Ü50-Gruppen, war das Publikum bunt gemischt. Das Ehepaar Simon und Alexandra aus Röhrmoos war vor allem wegen der Musik gekommen, ihr Badezeug blieb zuhause. „Wir waren früher schon auf Konzerten von BadCats und wollten sie heute wieder sehen“, erklärt Simon (50). „Wir finden die Idee super, finden die Stimmung und die Atmosphäre toll“, sagt er weiter. Doch er habe mehr Besucher erwartet. Auch die Organisatoren hatten mehr erwartet, bis zu 4.000 Besucher hätten sie reingelassen. Doch die Stadtwerke sind dennoch zufrieden. „Wir haben nur positives Feedback bekommen. Es war gerade für Familien mit Kindern ein schönes Festival“, schloss Barbara Kern, Abteilungsleiterin Bäder der Stadtwerke, ihr Fazit. „Dass es nicht so voll ist, finden wir vor allem für Familien sehr angenehm“, sagt auch Familienvater Jan Falckenberg. Er habe den Banner vom Pool Pop gesehen und dachte sich, es sei eine schöne Gelegenheit etwas mit den Kindern zu unternehmen. „Die waren jetzt die ganze Zeit im Wasser. Gerade tanzen sie vorne bei der Band“, sagte er als „Mama Makes Coffee“ einen Popsong anspielte. Das Bad war an diesem Tag für den normalen Betrieb nur bis 12 Uhr geöffnet, weil für das Festival alles aufgebaut werden musste. So wurde der Spielplatz, das Schwimmer-Becken und die Rutschen vom Rest abzäunt. Wegen der hohen Auflagen, waren 40 Security-Mitglieder, zwölf BRK Ehrenamtliche, sowie neun von der Wasserwacht und 18 Stadtwerke-Mitarbeiter vor Ort, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Am nächsten Tag ab 12 Uhr lief wieder alles wie gewohnt im Freibad: nur Planschen, keine Musik. Die wünschte sich der ein oder andere vielleicht wieder herbei. Doch da müssen die Besucher Geduld haben. „Wir können uns durchaus vorstellen, dass wir das Pool Pop-Ferstival alle zwei Jahre veranstalten“, gab Barbara Kern bekannt.

mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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