Dachau/MVV-Modernisierung

Mehr Platz für Fahrgäste

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Für Dachauer- und Landkreispolitiker hielt die neue S-Bahn 20 Minuten am Dachauer Bahnhof.

Dachau - Alle 238 Münchner S-Bahn-Züge erhalten ein neues Innendesign. In Dachau hielt diese Woche ein Probezug.

In Dachau hielt diese Woche die erste modernisierten S-Bahn, aber allein für die Parteiprominenz der Stadt und des Landkreises Dachau. Politi­sche Vertreter der Kommunen entlang der S-Bahn-Linien sollten drei Tage lang Gelegenheit haben, sich ein Bild von der moder­nisierten S-Bahn zu machen. Ab Donnerstag, 12. Juli, fährt die neue S-Bahn regulär durch das gesamte MVV-Netz. Nach und nach sollen bis 2020 alle S-Bahn-Waggons ausgetauscht werden. „Wir bauen die Fahrzeug­flotte im laufenden Betrieb um und schaffen für unsere Kunden eine topmo­derne S-Bahn – mit mehr Infos, mehr Komfort und vor allem auch mehr Platz. Wir haben für die nächsten Jahre eine S-Bahn-Flotte, die den aktuellen Ansprüchen in München gerecht wird“, sagte S-Bahn-Geschäftsführer Heiko Büttner Glücklicherweise war keiner der politischer Vertreter, welche die neuen Wagen inspizierten, über 1,90 Meter groß, denn sonst hätte er seinen Kopf an den Info-Tafeln der neuen S-Bahn angestoßen. Für sehr große Leute sind sie nicht gemacht, aber sie erfüllen eine wichtige Funktion, denn sie sollen die S-Bahn-Fahrgäste über Abfahrtszeiten, Störungen oder Umsteigemöglichkeiten auf dem Laufenden halten. Ansonsten bietet die umgestaltete S-Bahn ein neues Fahrgefühl durch ein offenes Raumkonzept mit Gruppenbereichen, Eckbänken und „Haltepilzen“. Koffer lassen sich problemlos unter den meisten Sitzen verstauen, die Einstiegsbereiche am Anfang und Ende des Waggons sind großzügig gestaltet, denn an einer Seite der Tür fallen zwei Sitzplätze weg. Unter den Sitzen ist neuer Stau- raum für Gepäck, das nicht länger in den Gängen rumsteht. Plätze für Koffer, Kinderwagen und Fahrräder sowie Bereiche für Rollstuhlfahrer sind mit Piktogrammen am Boden gekennzeichnet. Die Haltegriffe an den Decken gibt es nicht mehr, dafür aber „Haltepilze, kinderfreundlich und barrierefrei. Die Innen-Modernisierung, die der Freistaat mit 300 Millionen Euro bezuschusst, soll mehr Platz für Fahrgäste zu schaffen. Statt wie bisher 540 Passagiere passen künftig mehr als 600 in einen Zugteil. Durch die vergrößerten Einstiegsbereiche können Passagiere schneller ein- und aussteigen. Bis zum Ausbau der zweiten Stammstrecke soll die Inenmodernisierung dazu beitragen, die Fahrgastströme beschleunigen, um die Kapazität des S-Bahnverkehrs zu erhöhen, ließ Johann Niggl, Chef der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), verlauten.

kog

Quelle: Dachauer Rundschau

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