Windenergieanlage

Windrad zum Scheitern verurteilt?

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Das Windrad in Steinkirchen war das erste Windrad im Landkreis und liefert mit seinen 138 Metern Höhe einen jährlichen Stromertrag von etwa fünf Millionen Kilowattstunden. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 1300 Drei-Personen-Haushalten.

Dachau - 203 Meter hoch soll das neue Windrad im Sigmertshauser Holz sein. Im Februar beschlossen die Dachauer Stadtwerke den Planungsbeginn. Die Bürger der naheliegenden Orte sind dagegen.

Hauptgrund für den Widerstand gegen eine neue Windenergieanlage ist die sogenannte 10-H-Regelung, die 2014 in Kraft getreten war. Nach dieser Regel muss ein Windrad mindestens das Zehnfache seiner Höhe als Abstand zur nächsten Wohnbebauung einhalten. Sonst darf es nicht aufgestellt werden - es sei denn dass eine Kommune über einen Bauleitplan die entsprechenden Voraussetzungen schafft. In diesem Fall liegt Viehhausen nur 800 Meter von der geplanten Windenergieanlage entfernt. Oberbürgermeister Florianhartmann betonte im letzten Werkausschuss: „Wenn die 10-H-Regelung schon immer eingehalten worden wäre, wäre es unmöglich gewesen, jemals in der Nähe von München ein Windrad zu bauen.“ Der technischer Leiter der Stadtwerke Dachau, Gerald Nübel, las in der Sitzung die auszugsweise Regeln vor: „Städte und Gemeinden können im Zuge der Bauleitplanung Baurecht für Windenergieanlagen schaffen, ohne bei der Aufstellung entsprechender Flächennutzungs- und Bebauungspläne an den 10 H-Abstand gebunden zu sein.“ Nübel unterstrich, dass im gegebenen Fall die besondere Verantwortung für den Ausbau der Windenergie in den Händen der Gemeinden liege. „Es gilt abzuwiegen zwischen Zielen des globalen Klimaschutzes und den Interessen vor Ort. Der geplante Standort ist ein typischer Windkraftstandort im Landkreis“, sagte er. Darüber hinaus wies Nübel darauf hin, dass das geplante Windrad in 500 Metern Entfernung 45 Dezibel nicht überschreiten wird. Er legte Vergleichswerte anhand einer Tabelle vor: Kühlschrankbrummen produziert 30, Bürolärm 70 Dezibel. Sylvia Neumeier (SPD) erklärte abschließend: „Ich will, dass künftige Generationen, zu deren auch meine Enkelkinder gehören, die Natur genießen können. Wenn das geplante Windrad keine gesundheitlichen Probleme verursacht, sollten wir zum globalen Umweltschutz beitragen.“

dar

Quelle: Dachauer Rundschau

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