Kulturausschuss

Ludwig-Thoma-Haus wird teurer

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Im Ludwig-Thoma-Haus in Dachau werden die Gebühren erhöht.

Dachau - Dachauer Vereine nutzen die Räumlichkeiten weiterhin kostenlos.

Zwei Neuerungen, bezüglich der Nutzung des Thoma-Hauses, beschloss der letzte Kulturausschuss. Zum einen werden auf Antrag der Fraktion Bündnis für Dachau die Gebühren erhöht. Diese betragen für Gewerbetreibende und Verkaufsveranstaltungen 600 Euro im Gegensatz zu den bisherigen 460 Euro. Auswärtige Vereine, öffentliche Träger wie Polizei sowie auswärtige Schulen müssen dann 250 Euro anstatt wie bisher 175 Euro zahlen. Für Dachauer Vereine steht das Haus nach wie vor kostenlos zur Verfügung. Die Änderung der Gebührenordnung sahen die Politiker rechtfertigt, da Dachau deutlich weniger verlange als in der Region üblich sei. Das Bürgerhaus in Karlsfeld koste beispielsweise 1, 44 Euro pro Platz bei einer Reihenbestuhlung mit 660 Plätzen, im Dachauer Thoma-Haus wären das bis jetzt 0,61 Euro pro Platz. Die Begründung der Antragsteller, dass kommerzielle Veranstalter zunehmend das Haus belegen würden und damit in Konkurrenz zu lokalen Vereinen träten, für die es immer schwieriger werde reinzukommen, wies Kulturamtsleiter Tobias Schneider zurück. Das Ludwig-Thoma-Haus werde zu 80 Prozent von Dachauer Vereinen, Schulen oder der VHS genutzt. Diese haben auch Priorität bei der Buchung. Erst nachdem die Vereine ihre Termine festgelegt hätten, werde das Haus für private Veranstalter geöffnet. Eine weitere Änderung betraf die Vermietung der Räume für Veranstaltungen, bei denen ein Gewinn erzielt wird, beispielsweise durch den Verkauf von Büchern oder CDs. Dachauer Bands oder auswärtige Benefizveranstalter konnten bis jetzt die städtischen Räume kostenlos nutzen. Wie viel tatsächlich eingenommen wurde, wurde bisher nicht nachgeprüft. Nun sollten diese Veranstalter einen Nachweis oder eine Abrechnung vorlegen. Bei der Raumvergabe müsse das Kulturamt genauer nachfragen, in welcher Höhe ein Gewinn erwartet werde und dementsprechend die Miete anpassen.

yug

Quelle: Dachauer Rundschau

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