Das Dachauer Volksfest

Erst die Kontrolle, dann das Vergnügen

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Das Dachauer Volksfest entsteht

Dachau - Die Wirte und die Stadt stellten Neuerungen auf dem Volksfest vor. 

„Das Dachauer Volksfest läuft sehr gut und was gut läuft, braucht keine Änderungen“, mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeister Florian Hartmann die Volksfest-Pressekonferenz. Dennoch gab es Neuigkeiten und Anmerkungen von Seiten der Stadt. Beispielsweise gibt es in diesem Jahr neue gestaltete Bier- und Hendlmarken. Auf Nachfrage von Journalisten erklärte Klaus Mader, dass die Stadt immer etwa 6000 Zeichen drucken lässt. Diese gebe es zu kaufen oder die Stadt verteile sie an ehrenamtliche Volksfest-Helfer, Mitarbeiter der Stadt Dachau sowie an Polizei und Rettungskräfte. Es würden allerdings nie alle eingelöst. Beim Thema Sicherheit sei mit Verschärfungen zu rechnen. An allen drei Eingängen, die erstmals mit Girlanden in den Farben Dachaus und seiner Partnerstädte Fondi und Klagenfurt geschmückt sein werden, werden jeweils vier Sicherheitskräfte noch intensiver als letztes Jahr die Taschen kontrollieren. Es gilt auf dem Volksfest ein absolutes Messerverbot, deshalb müssen die Trachtler auf ihre Hirschfänger verzichten. Hartmann rechtfertigte diese Maßnahme: „Die Terrorgefahr eines Trachtlers, geht wahrscheinlich gegen Null. Wir müssen jedoch das Risiko ausschließen, dass sich jemand den Hirschfänger aneignet und diesen als Waffe benutzt.“ Hartmann bedauerte, dass dies gerade für die Mitglieder der zahlreichen Vereinen, die in Dachau und Umgebung mit viel Engagement und Hingabe Brauchtum und Tracht pflegen, eine Einschränkung bedeutet. Im Vordergrund steht jedoch ein sicherer und unbeschwerter Besuch des Dachauer Volksfestes für alle. Stadtrat Günter Dietz (CSU), zeigte sich über den alle zwei Jahre stattfindenden Kinderfestzug besorgt. „Für Vorbereitung und Durchführung des in Bayern einmaligen Umzugs mit 600 Kindern finden sich nicht mehr genug Ehrenamtliche. Wenn die Situation sich nicht ändert, kann es sein, dass es diese Veranstaltung in zwei Jahren nicht mehr gibt.“ Beim Kinderfestzug werden aus Sicherheitsgründen in diesem Jahr alle Seitenstraßen, die zur Altstadt führen, gesperrt. Dietz kündigte außerdem insgesamt 20 Sportveranstaltungen rund um`s Volksfest an. Volksfestreferent Robert Gasteiger betonte: „Ich möchte mich bei den Organisatoren und den Firmen-Partnern des Festes bedanken, die die Qualität der Veranstaltung erhalten helfen. Besonders will ich Wolfgang Altmann erwähnen, der seit langem für die Getränkekoordination auf dem Volksfest zuständig ist.“ Als erster Wirt ergriff Ewald Zechner, Festwirt des großen Zeltes, das Wort und erörterte seine Neuigkeiten: „Ich will die Zubereitung der Semmelknödel verbessern. Wir organisieren auch eine Nachtdienstküche: Zwei Köche werden Schmankerl bis zum Morgengrauen für den nächsten Tag vorbereiten. Außerdem werden unsere Gäste zu 100 Prozent selbstgemachten Kartoffelsalat serviert bekommen“. Diese Aussage sorgte für Irritationen, denn die anwesenden Festwirte behaupteten, dass sie ihren Kartoffelsalat schon immer selbst zubereitet hätten. Für Stimmung im großen Zelt werden die Ludwig Thoma Musikanten sorgen, und speziell für das junge Publikum wird zwei Mal „Ois Easy“ auftreten. Zechner kündigte außerdem Frühschoppen-Bands, ein Schafkopfturnier am zweiten Sonntag sowie den politischen Abend nach dem Volksfest an. Im Naumann`s will der Wirt Christian Naumann in diesem Jahr neben dem Augustiner auch Bier vom Amperbräu anbieten. Andrea Schneider vom ´s Ziegler sagte: „Allmählich, nach acht Jahren, entwickeln wir als Festwirte Routine. Unser Konzept mit DJ Frankie hat sich bewährt und kommt bei der Jugend sehr gut an. Die Wirtin des Franziskaner Gartens, Ulrike Daumer-Rudorfer, versprach frisches Essen wie immer und vielseitige musikalische Unterhaltung. Im Schweiger`s gibt es neben typischen Volksfestgerichten und den frisch gebrühten Weißwürsten, an Sonn- und Feiertagen Entenbraten. Schon vor dem eigentlichen Fest findet im Zelt von Martin Schweiger ein musikalischer Höhepunkt statt: Die Stadtkapelle Dachau feiert am nächsten Wochenende ihr 20-jähriges Jubiläum. Los geht`s am 5. August ab 15 Uhr. Um 19.30 übernimmt Skandal aus Bayern. (Tickets gibt`s bei der DACHAUER RUNDSCHAU). Am 6. August ist der Eintritt frei die Jubiläumsfeier beginnt um 9 Uhr mit Fahnenweihe und Gottesdienst.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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