Frauen-Union Ortsverband Dachau

Frauen als Hauptsäule der CSU

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Die Frauenunion Ortsverband Dachau feierte ihr 30-jähriges Bestehen und blickte auf die Vergangenheit zurück.

Dachau - Frauen-Union Ortsverband Dachau feierte 30jähriges Jubiläum.

Männer waren bei dieser Feier in der absoluten Unterzahl und Ehrengast Altlandrat Hansjörg Christmann formulierte vorsichtig: „Ich weiß, ich muss heute genau aufpassen, was ich erzähle. Aber vor 30 Jahren hatten es Frauen nicht so leicht.“ Rund 40 Gäste, vorwiegend Frauen, feierten vor kurzem das 30-jährige Jubiläum der Frauen Union, Ortsverband Dachau. Zur Gründungszeit waren Frauen in der Politik und vor allem in der konservativen CSU unterpräsentiert. Davon konnte auch Frauen Union Gründerin Gertrud Schmidt-Podolsky, ein Lied singen. Sie gründete damals zunächst den Kreisverband, anschließend die Frauen Union Schwabhausen und letztlich, im Mai 1987, den Ortsverband Dachau. Schmidt-Podolsky erinnerte sich: „ Karriere für Frauen war damals schwierig. An Kinderbetreuungsplätzen gab es ein großes Defizit.“ „Seit der Gründung haben die Frauen vieles erreicht“, erklärte Schmidt-Podolsky. „Vor allem haben die Frauen viel Kraft in den Bau von Kindergarten-, Kindertages- und Hortplätzen gesteckt“, lobte Christmann. Elisabeth Zimmermann, langjährige Vorsitzende, konnte wegen ihres Urlaubes nicht zum Geburtstagsfest kommen. Doch sie hinterließ in ihrem Grußwort folgende Zeilen: „Ich habe festgestellt, es wurden eine ganze Reihe unserer Forderungen umgesetzt. Andere Themen wiederum – wie Ganztagsschulen, Horte oder bezahlbarer Wohnraum für Familien, aber auch Altenpflege und soziale Dienste sind nach wie vor sehr aktuell.“ Sie greift dabei gleichzeitig Ziele auf, welche die Frauen Union zukünftig anpacken will. Gerda Hasselfeldt, die sich nach 30 Jahren vom Bundestag zurückzieht, nahm sich bei dieser Gelegenheit Zeit, etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. Sie erzählte von ihrer Jugend im Wirthaus der Eltern, von ihrer Schulzeit, in der sie „einfach nur nicht durchfallen wollte“ und überraschend zur Schulsprecherin gewählt wurde und von ihrem späteren Balanceakt zwischen Beruf, Politik und Familie. Denn aufgrund ihrer politischen Ämter kümmerte sich ihr erster Mann um ihre beiden Kinder, was damals noch außergewöhnlich war. Hasselfeldt berichtete, wie sie mit Vorurteilen zu kämpfen hatte und sogar ihren Eltern beweisen musste, was sie als Frau alles schaffen konnte. Schmidt-Podolsky erinnerte sich an den Kampf der Emanzipation. „Wir Frauen mussten oft in der eigenen Partei Oppositionen bilden.“ Heute nennt Christmann die Frauen Union sowie die Junge Union sogar die „Hauptsäulen der CSU“.


mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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