Raumsituation

Hortgruppen müssen raus

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Grundschule Dachau-Ost: Hortgruppen und Mittagsbetreuung werden ab dem kommenden Schuljahr in Containern untergebracht.

Dachau - Raumnot in der Grundschule Dachau-Ost - nun darf sie die Räumlichkeiten im Anbau nutzen.

Die Rektorin der Grundschule Dachau-Ost Gabriele Dörfler ist mit der Entscheidung des Familien- und Sozialausschusses zufrieden. Ab September stehen der Schule die Räumlichkeiten im angebauten Pavillon, die zurzeit vom AWO-Hort Regenbogenland genutzt werden, zur Verfügung. Für die Schule bedeutet es eine temporäre Entspannung der seit Jahren angespannten Raumsituation. „Gerade noch rechtzeitig“, kommentierte Dörfler und die Konrektorin Andrea Noha stimmte zu: „Es gibt keinen freien Raum mehr, außer den Gängen und den WCs steht nichts mehr zur Verfügung.“ Darüberhinaus werden im kommenden Schuljahr etwa 30 Kinder mehr erwartet. Die Schule rechnet mit fünf oder sogar sechs ersten Klassen. Das bedeutet, es werden nicht nur ein bis zwei weitere Klassenzimmer benötigt, sondern auch zusätzliche Räume für den Förder- und Differenzierungsunterricht: nämlich Deutschförderung für Migrationskinder sowie Inklusions- oder Konfessionsunterricht. Allein für Religion in allen Jahrgangsstufen werden sieben Räume gebraucht: Zwei bis drei Gruppen lernen katholische Religion, eine geht in evangelische Religion, zwei Gruppen besuchen Ethik und eine den Islamunterricht. In bestehenden Räumlichkeiten sei dies nicht zu bewältigen, sagte Dörfler im Gespräch mit DACHSAUER RUNDSCHAU. Da der geplante Erweiterungsbau voraussichtlich nicht vor 2021/22 fertig gestellt wird, drängte die Schulleitung auf eine rasche Zwischenlösung. Iher Meinung nach sei die Übernahme des Hort-Pavillons die vernünftigste Lösung, da die Klassenzimmer im Erdgeschoss direkt mit dem Schulgebäude verbunden sind. Somit können die Kinder, ohne das Schulhaus zu verlassen, zum Sport-, Religion- oder Förderunterricht gelangen. Aber wo sollen dann die Hortgruppen untergebracht werden? Aufgrund des Platzmangels wurde die Mittagsbetreuung ins Jugendzentrum ausgelagert, was nicht als optimal erachtet wurde. Deshalb schlug die Stadtverwaltung bis zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus eine Übergangslösung vor: zwei Hort- und eine Mittagsbetreuungsgruppe sowie zwei weitere Klassenzimmer sollten im Container untergebracht werden. Der Familien- und Sozialausschuss stimmte dem Vorschlag zu. Die damit verbundenen Kosten waren aber noch nicht geklärt. Es dürfte sich um einen „sehr hohen sechsstelligen Betrag“ handeln, prognostizierte Jürgen Kuhr vom Amt für Schule, Soziales und Sport.

yug

Quelle: Dachauer Rundschau

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