Dachau Musikschule "Knabenkapelle"

Knabenkapelle bekommt mehr Platz

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Tilo Ederer von der Knabenkapelle (links) erklärt den Stadträten das Sanierungskonzept im alten Kinosaal.

Dachau - Nach der Sanierung gibt es mehr Übungsräume und Platz für Veranstaltungen. Der Stadtrat ist den Plänen gegenüber aufgeschlossen. Das „Juwel" wird neuer Veranstaltungsraum.

Die Knabenkapelle Dachau (KKD) ist ein Aushängeschild für die Stadt. Mittlerweile vereinen sich unter dem Dach der KKD vier Orchester dazu kommen vier Bläserklassen an Grundschulen und professioneller Unterricht für über 90 Schüler. Faktisch ist der Verein eine Musikschule und füllt damit zusammen mit der Stadtkapelle eine Lücke im städtischen Angebot. Der Schuh, der den Verein am meisten drückt, sind fehlenden Übungsräume für Orchesterproben und Musikunterricht. Außerdem gibt es keine vernünftige Lagermöglichkeiten für Noten und Instrumente. Dringend müsste deshalb das Vereinsheim der KKD an der Sudetenlandstraße saniert und erweitert werden. Denn bis auf den Austausch der Fenster, von Schönheitsreparaturen einmal abgesehen, sind seit dem Erwerb des ehemaligen Capitol-Kinos 1971 durch die Knabenkapelle keine nennenswerten Investitionen erfolgt. Das weiß auch der Stadtrat. Er steht den Sanierungsplänen aufgeschlossen gegenüber. Doch eines ist auch klar: Allein wird der Verein die geschätzten zwei Millionen Euro Baukosten nicht stemmen können. Bei einem Rundgang vor Ort warb Tilo Ederer, Vorstand der Knabenkapelle, bei den Stadträten jetzt für ein neues Konzept. Nachdem ein Bauantrag vor zwei Jahren wegen baurechtlicher Hindernisse gescheitert ist, liegt jetzt ein genehmigungsfähiger Plan auf dem Tisch. Die Sanierung soll in mehreren Baustufen erfolgen, damit der Musikbetrieb ohne Unterbrechung weiterlaufen kann. Gestartet wird mit der Erweiterung der Garage als zukünftiges Noten - und Instrumente-Lager. An der Westfassade wird ein ebenerdiger Anbau mit Übungsräumen und behindertengerechten Sanitäranlagen entstehen. Der südliche Anbau soll abgebrochen und durch einen zweigeschossigen Kopfbau mit weiteren Übungsräumen, Büro, Küche und einer Hausmeisterwohnung ersetzt werden. Im letzten Bauabschnitt ist die Sanierung des „Juwels“ geplant. Musikfachleuten nennen so den großen Saal wegen seiner hervorragenden akustischen Eigenschaften. Er bietet Platz für etwa 200 Personen. Das Fünfzigerjahre-Flair des ehemaligen Kinosaals mit den bespannten Wänden und dem leicht schräg abfallenden Boden besitzt Denkmalcharakter und soll unbedingt erhalten werden. Tilo Ederer kann sich vorstellen, dass nach der Sanierung „das Juwel“ auch für andere Veranstaltungen geöffnet wird. Die Dachauer Kulturlandschaft bekäme damit einen weiteren Veranstaltungsort. In einem nächsten Schritt erarbeitet der Verein ein Finanzierungskonzept, das im Herbst im Stadtrat zur Beschlussvorlage kommen soll.

rue

Quelle: Dachauer Rundschau

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