Verkehrssituation vor den Schulen

„Schulweghelfer gesucht“

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Die Verkehrssituation vor den Schulen war Hauptthema der Pressekonferenz zum Schulanfang. Per Spannband appellierten die Verkehrsexperten: Schule, Polizei, Stadt und Verkehrswacht, an die Öffentlichkeit.

Dachau - Zum Schuljahresbeginn rufen Verkehrsexperten der Stadt Dachau zur Rücksichtnahme gegenüber den ABC-Schützen auf.

Die Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg ist das Hauptanliegen der Kreisverkehrswacht, der Polizei und auch der Stadt Dachau. Leuchtend-gelbe Spannbänder, finanziert von der Kreisverkehrswacht, in unmittelbarer Nähre von Schulen, sollen Autofahrer an eine rücksichtsvolle Fahrweise erinnern. „Schulwegssicherung ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, betonte Richard Wacht, Leiter der Abteilung Verkehr und Schullwegsicherung der Polizei Dachau. Kinder seien keine kleinen Erwachsenen, darin war sich die Expertenrunde einig. „Nicht zu vergessen, Kinder besitzen gegenüber Erwachsenen körperliche - und Verhaltensdefizite“, räumte Wacht ein. „Fehlende Einschätzung von Entfernungen und Geschwindigkeiten, ein verkleinertes Gesichtsfeld, und kindliches Verhalten fordern die Wachsamkeit der erwachsenen Verkehrsteilnehmer,“ appellierte er an die Öffentlichkeit. Die Rücksichtslosigkeit vieler Eltern, wenn sie ihre Kinder zur Schule bringen und ihnen die Taschen bis ins Klassenzimmer trügen, bemängelte Beate Rexhäuser, Fachberaterin für Verkehrs- und Sicherheitserziehung im staatlichen Schulamt Dachau. Verkehrsverstöße, Parken im Halteverbot und Feuerwehreinfahrten und mangelnde Sicherung der Kinder seien an der Tagesordnung. Wacht pflichtete Rexhäuser in diesen Punkten bei. Die Polizei komme bei der Erfassung von Verkehrsverstößen der elterlichen Fahrzeuge oft gar nicht mehr nach. Nach seiner Erfahrung sei eine Sicherung der Kinder im Fahrzeug umso weniger anzutreffen, je näher der Schulbeginn rücke. „Wer ohne Kindersitz oder gar nicht angeschnallt fährt, bekommt einen Punkt in Flensburg und 60 Euro Bußgeld“, sagte er und kündigte für die ersten Schulwochen verstärkte Geschwindigkeits- und Gurtkontrollen rund um Schulen an. Der geradelte Schulweg sei nach Wacht aber erst ab der dritten oder vierten Klasse sinnvoll, wenn die Kinder die Jugendverkehrsschule absolviert hätten. „Für Grundschulkinder sucht die Stadt Dachau noch Schulweghelfer, gerade in der Mittagszeit“, sagte Stefan Januschkowetz, Leiter des Ordnungsamts und Verkehrssicherheitsbeauftragter der Stadt Dachau. Er hob hervor, dass die Stadt Dachau Schulweghelfer täglich mit 5,10 Euro entschädige, das mache ungefähr 100 Euro im Monat bei einem täglichen Zeitaufwand von 20 Minuten. Die Ausrüstung werde von der Verkehrswacht gestellt. „Gesucht werden bevorzugt Fürerscheininhaber, das heißt, Erwachsenen, die die Verkehrsregeln beherrschen, geschult werden sie dann uns“, verkündete Wacht. Interessenten können sich der Stadt Dachau melden unter Telefon 08131/75139.

kog  

Quelle: Dachauer Rundschau

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