Ein Parkhaus zum Geburtstag

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Neues Fahrrad-Parkhaus in Dachau
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Neues Fahrrad-Parkhaus in Dachau

Dachau - In einer offiziellen Feierstunde wurde das Fahrradparkhaus an der Ostseite des Dachauer S-Bahnhofs eingeweiht.

Wild abgestellte Fahrräder und ein überfüllter Radparkplatz kennzeichneten Parksituation für Radler an der Ostseite des Dachauer Bahnhofs. „Mit dem neuen Fahrradparkhaus ändert sich das alles. Wir schlagen ein neues Kapitel im Dachauer Radverkehr auf und gestalten ihn attraktiver“, betonte Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) zur Eröffnung des neuen Dachauer Fahrradparkhauses am 12. Dezember. Bereits 2014 beschloss der Dachauer Stadtrat das in der Region einmalige Projekt, geplant vom Dachauer Architekten Anton Meyer. Nach Baubeginn letzten Jahres wurde in 446 Tagen das Parkhaus fertiggestellt. Hartmann lobte dessen transparente Fassadengestaltung, deren offener Aus- und Einblick auch der Sicherheit der Radl-Parker dient. Zusätzlich wurden im gesamten Gebäude Videokameras angebracht. In das zweite Stockwerk gelangen die Radler bequem über die Rampe sowie Treppen mit Schiebespuren. Hartmann betonte den Einbau der Toiletten, die für das ganze Bahnareal wichtig seien. Zusammen mit den Außenanlagen, der WC-Anlage und allen Baunebenkosten investierte die Stadt in das Fahrradparkhaus gut 2,2 Millionen Euro. Die Regierung von Oberbayern, die Landeshauptstadt München und die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums förderten den Bau mit rund 940.000 Euro. Planungsziel war dabei auch die Nachhaltigkeit. Deshalb wurde auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert. Die Innenbeleuchtung des Parkhauses erfolgt über LEDs, Bewegungsmelder steuern die zusätzliche Beleuchtung. Ein Teil der Dachentwässerung mündet in einer Zisterne. Das gesammelte Wasser wird zur Bewässerung der Außenbepflanzung verwendet. „Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden wie beim Fahrrad.“ Das Zitat von Adam Opel griff Hartmann auf, um für die verstärkte Fahrradnutzung in Dachaus Innenstadt zu werben. Theoretisch ließe sich laut einer Studie jede dritte Autofahrt in unserem Stadtgebiet vermeiden, sagte Hartmann. Das Radl sei, nach seiner Überzeugung eine Alternative zum Auto, um zum Bahnhof zu gelangen und mit S-Bahn oder Bus weiterzufahren. Auch habe eine Verkehrsstudie vor ein paar Jahren ergeben, dass 37 Prozent aller Autos in Dachau nur innerhalb der Stadtgrenzen unterwegs sind. Denn „jeder Radfahrer, der dieses Parkhaus benutzt, ist ein Autofahrer weniger auf unseren oft überlasteten Straßen“, appellierte Hartmann an die Zuhörer. Das Dachauer Fahrradparkhauses sei nach seiner Ansicht als Geschenk an das Fahrrad zu verstehen, das dieses Jahr 200 Jahre alt wird.

(kog)

Quelle: Dachauer Rundschau

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