Dachau/Stadtratssitzung

Wegen Elektrosmog verschoben

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Für die Jahnhalle des TSV 1865 wird langfristig Ersatz gefunden werden.

Dachau - Die Teilaussiedelung des TSV 1865 war im Hauptausschuss beschlossene Sache. Aber vorher muss noch eine Starkstromleitung weg.

Die Stadtratsfraktionen sind sich einig. Auf dem Gelände der Theodor-Heuss Ecke Feldstraße soll nicht nur ein Kunstrasenfeld mit Umkleidekabinen entstehen, sondern auch zwei Turnhallen, die die Kapazitäten der Jahn-Halle im Augustenfeld und der Halle in Dachau Ost abdecken. In vorausgehenden Sitzungen konnte abgeklärt werden, dass der Bau einer Mehrzweckhalle mit Kunstrasenfeld auf dem Dach vom TSV 1865 und dem Stadtrat nicht länger gewünscht wurde. Stattdessen bevorzugen der Verein und die Stadt Dachau ein ebenerdiges Kunstrasenfeld und den Bau zweier kleinerer Sporthallen, statt einer großen. Keine Einigkeit besteht über den Umgang mit einer Stromleitung, die bei den Bauarbeiten berücksichtigt werden muss. 2015 hatte der Stadtrat beschlossen, dass die 110 Kilovolt Leitung in die Erde verlegt werden soll. Wegen der hohen Kosten wollen der Oberbürgermeister Florian Hartmann und das Stadtbauamt aufgrund eines Beschluss darauf verzichten. Stadtrat Sören Schneider (SPD) schlug vor, die Verlegung des Kabel hinauszuschieben. Stadtbauamtsleiter Michael Simon dagegen betonte, dass die Erdverkabelung wegen der Bauverfahren jetzt entscheidungsreif sei und nicht später. Für die Erdverkabelung brauche es ein eigenes Planfeststellungsverfahren, dass dann mit den Bauplanungen für den Sportpark verschränkt werden müsse. Der Hallenbau würde sich dementsprechend zeitlich verschieben. Über die Verlegung der Starkstromleitung wird deshalb in einer neuen Sitzung abgestimmt werden. Günter Dietz, Stadtratsreferent für Sport (CSU) und Wolfgang Moll (parteilos) bestehen auf einer Erdverlegung bevor der Bau beginnen soll. Besonders Moll hob die Gefahr von Elektrosmogs hervor. Hartmann konterte, dass das Handy in der Hosentasche mindestens genauso viel Elektrosmog erzeuge. Der Wunsch von Sportreferent Dietz möglichst schnell das Kunstrasenfeld zu errichten, ist jetzt abhängig von der Erdverlegung des Stromkabels.

kog

Quelle: Dachauer Rundschau

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