Dachau/Unternehmerforum

Das Unvorstellbare wird passieren

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Andreas Brill beim Achten Dachauer Unternehmerforum

Dachau - Beim Achten Dachauer Unternehmerforum informierte Andreas Brill Unternehmer und Gäste über die Chancen der Digitalisierung.

Wie kann man sich als lokaler Einzelhändler gegen Internet-Riesen wie Amazon durchsetzen? Welche Herausforderungen muss man meistern und wovon hängt der künftige Erfolg ab? Darüber sprach Digitalisierungsexperte Andreas Brill beim achten Dachauer Unternehmerforum. Er nahm sein Publikum mit auf eine „Achterbahnfahrt durch alles, was die Digitalisierung ausmacht“. Dabei wurde deutlich: Leicht ist es nicht, mit den Entwicklungen richtig umzugehen. „Wenn man sich nicht rechtzeitig darauf einstellt, dass Digitalisierung den eigenen Markt betrifft, haut sie einen aus dem Markt raus“, erklärte Brill. Doch um sich darauf einzustellen, brauchen Unternehmer Weitsicht: „Sie müssen sich fragen, was die nächsten zehn Jahre die Welt verändern und wie sich das auf das eigene Geschäftsmodell auswirken wird“, sagte er. Es gehe für Unternehmer darum, unglaublich schnell auf Unvorhersehbares zu reagieren. Natürlich sei so ein Blick in die Zukunft immer schwer. Hätten Einzelhändler vor zehn Jahren die Entwicklung des Smartphones vorausgesagt und richtig darauf reagiert, hätten sie heute weniger Probleme mit der Online-Konkurrenz. Natürlich sei so ein Blick in die Zukunft immer schwer. Denn die Digitalisierung werde weiter rasant voran gehen. In seinem leidenschaftlichen Vortrag brachte Andreas Brill das Beispiel eines Blatt Papieres. „Das müsste man 42 Mal falten, damit es so dick wäre, dass es bis zum Mond reicht“, erklärte er. „Mit den zwei letzten Faltungen würden drei Viertel der Strecke abgedeckt.“ Ähnlich sei es mit der Digitalisierung. Noch sei man – symbolisch gesehen – bei den ersten Faltungen. „Aber je stärker die Technologie genutzt wird, desto besser wird sie. Und je besser so wird, desto stärker wird sie genutzt“, sagte Brill. „In den nächsten zehn Jahren erleben wir einen riesigen Sprung“, prophezeite er. „Das Unvorstellbare ist das, was passieren wird.“ Für die Dachauer Unternehmer hatte der Digitalisierungsexperte deshalb vor allem einen Rat: „Wenn Sie auf Ihr Unternehmen gucken und sagen, Sie hätten gerne, dass alles so bleibt, arbeiten Sie aktiv an der Abschaffung Ihres Unternehmens".

cla

Quelle: Dachauer Rundschau

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