CSU Wahlkampf im Dachauer Festzelt

Obergrenze bleibt Ziel der CSU

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Ein bis zum letzten Platz gefülltes Festzelt - Bernhard Seidenath, Mitglied des Landtags, CSU-Kreisvorsitzender und Landesvater Horst Seehofer waren sichtlich zufrieden.

Dachau - Vor 3000 Dachauern leitete Ministerpräsident Horst Seehofer im die heiße Phase des Wahlkampfs ein, er bleibt bei seiner Forderung die Flüchtlingszahlen zu begrenzen.

Weißblaue Bierzeltdekoration, bayerischer Defiliermarsch, eine zünftige Brotzeit und ein volles Festzelt - Seehofers Besuch in Dachau war von Anfang an ein Heimspiel, als er begann: „Liebe Bayern, Deutschland geht`s gut, Bayern geht`s besser und der Region Dachau am besten. Bayern ist das Paradies.“ Theologische Rückendeckung für dieses Aussage, so berichtete Seehofer launig, holte er sich bei der Katholischen Hochschule in Eichstätt. Von der Theologie schwenkte Seehofer zur Politik, wenn er auf die Gewaltexzesse des G-20 Gipfel anspielte und eine positive Bilanz des G-7 Gipfels in Elmau zog, indem er betonte: „Bei uns ist keine einzige Fensterscheibe kaputt gegangen.“ Nicht zuletzt deshalb, weil auf einen Demonstranten drei Polizisten gekommen seien, bekräftigte Seehofer. Und hier sprach er das Kernthema des CSU-Wahlkampfs an, die innere Sicherheit. Seehofer verlangte einen starken Staat, der von einer starken Polizei innen und außen gesichert wird. Er forderte deshalb mehr Überwachungskameras, mehr Neueinstellungen bei der Polizei und eine Schleierfahndung, die 30 Kilometer nach der Grenze beginnt. „Niemand muss mit Gewalt und Schwert nach Bayern kommen. Potentielle Gewalttäter muss man vorher aus dem Verkehr ziehen,“ sagte Seehofer und leitete zum Thema Zuwanderung über. Er blieb dabei: Eine Obergrenze von 200.000 Zuwanderern sei unerlässlich, um die innere Sicherheit seiner Bürger weiterhin zu garantieren. In Zeiten den Terrorismus, des Anschlags in Barcelona, war ihm der Applaus von 3000 Zuhörern sicher. Seehofer leitete über zur Sozialpolitik, hier versprach er, dass er sich in Berlin für eine Erhöhung des Kindergeldes, einen Ausbau der Mütterrente und eine Aufstockung des Wohnungsbaus einsetzen werde. Landwirten stellte er Steuervergünstigungen in Aussicht, wenn sie bei Verkauf von Flächen in den Wohnungsbau investieren. Stehenden Applaus bekam seine politische Weggefährtin Gerda Hasselfeld, als Seehofer sie verabschiedete und Katrin Staffler als ihre Nachfolgerin empfahl. Sie werde für frischen Windzug in Berlin sorgen. Die Zukunft Bayerns als Paradies sah Seehofer als gesichert, aber er warnte: „Wer aufhört besser werden zu wollen, hört bald auf gut zu sein.“

kog

Quelle: Dachauer Rundschau

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