Jubiläum der Kreisverkehrswacht

Verkehrserziehung bis heute

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Vertreter der Polizei und die Vorsitzenden der Verkehrswachten feierten das 50-jährige Jubiläum der Kreisverkehrswacht Dachau zusammen mit Landrat Stefan Löwl und Oberbürgermeister Florian Hartmann.
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Ehrungen zum 50 Jübiläum der Kreisverkehrswacht: Beate Rexhäuser (Fachberaterin für Verkehrserziehung), Altlandrat Hansjörg Christmann (erster Vorsitzender) und Adrian Wiedenmann (stellvertretender Vorsitzende)
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Auszeichnung der Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Dachau

Dachau - Mit einem Hauch von Nostalgie feierte die Kreisverkehrswacht Dachau ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum.

„Vor 50 Jahren gab es keine Kindersitze, weder Nackenstützen noch Anschnallpflicht, die Promillegrenze lag bei 1,3 Prozent und auf Landstraßen konnten Autofahrer so schnell fahren, wie sie wollten“, stimmte der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Altlandrat Hansjörg Christmann, die Zuhörer auf die Zeit der Gründung der Verkehrswacht ein. Dafür gab es damals in der Bundesrepublik 20.000 Verkehrstote und eine halbe Million Verletzte im Jahr, allein der Landkreis Dachau hatte 40 Tote im Jahr 1968 zu beklagen. „Der Spiegel“ schrieb von einem „Gemetzel auf den Straßen, das wir Verkehr nennen“, berichtete Christmann. Um diesen Missständen entgegenzuwirken, setzte im Gründungsjahr 1968 die Dachauer Kreisverkehrswacht auf Unfall-Prävention. Sie appellierte an die Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer und führte die Verkehrserziehung an den Schulen mit Informationsbroschüren, Vorträgen und Schulungen ein. „Auch wenn die Erfolgsquote ihrer Präventionsarbeit unbekannt ist, reihe ich die Mitarbeiter der Verkehrswacht in die Riege der Lebensretter ein“, lobte Landrat Stefan Löwl. Ebenso wie der Landrat fand Oberbürgermeister Florian Hartmann anerkennende Worte für das Wirken der Verkehrswacht im Landkreis. Der damalige Landrat Hubert Pestenhofer, damals Vorsitzender der Kreisverkehrswacht, ging es darum, dass sich das Verhalten der Verkehrsteilnehmer ändern müsse. Wie sehr es sich geändert hat, zeigte ein Verkehrsfilm aus der Reihe „Der siebte Sinn“, der Anlass zum Schmunzeln gab. Frauen wurden hier als Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse dargestellt, die ein Unfallrisiko besonders beim Einparken haben. Aber die Verkehrserziehung geht weiter. Zielgruppen der Verkehrswacht sind Kinder , Jugendliche, Senioren und Flüchtlinge, die auch verkehrstechnisch integriert werden sollen. „Wir fangen inzwischen schon im Kindergarten an“, berichtetet Christmann. Hier werden die Kinder spielerisch an die Verkehrsregeln herangeführt. Ebenso lernen sie, wie wichtig für sie Leuchtkleidung ist. Senioren-Veranstaltungen zum Gebrauch von Elektrofahrrädern gehören ebenfalls zum Programm. Die Demonstration von Überschlags- und Fahrradsimulatoren demonstrieren den Jugendlichen bei Schulungen die Gefahren des Straßenverkehrs. Zu Schuljahresbeginn appelliert die Verkehrswacht alljährlich mit Spannbändern an die Autofahrer auf Schüler im Straßenverkehr Rücksicht zu nehmen. Ebenso sind Schulweghelfer im Einsatz. „Die sinkenden Unfallzahlen sprechen für den Erfolg der Präventionsprogramme der Verkehrswachten“, betonte Christmann.

kog

Quelle: Dachauer Rundschau

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