Ermittlungen wegen Korruption

Saakaschwili will sich Behörden weiterhin nicht stellen

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Michail Saakaschwili nahm nach seiner Befreiung aus einem Gefangenentransporter an einer Demonstration in Kiew teil. An einer Hand hatte er noch eine Handschelle hängen. Foto: Evgeniy Maloletka

Kiew (dpa) - Ungeachtet eines Ultimatums will sich der ehemalige georgische Präsident und jetzige Kiewer Oppositionelle Michail Saakaschwili nicht den ukrainischen Behörden stellen.

Der Forderung, innerhalb von 24 Stunden aufzugeben, wolle er nicht nachkommen, sagte er örtlichen Medien in Kiew. Den Generalstaatsanwaltschaft sehe er als nicht legitim an. "Ich bin aber bereit, die Ermittler hier im Lager zu empfangen", sagte der staatenlose 49-Jährige am Mittwoch.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Saakaschwili unter anderem wegen der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Er soll Geld aus dem Umfeld des in Russland lebenden Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch angenommen haben, um einen Staatsstreich zu organisieren. Ihm drohen deshalb bis zu fünf Jahre Gefängnis.

In den Morgenstunden durchsuchte eine Polizeieinheit das seit Oktober bestehende Protestlager nach dem Politiker. Nach Behördenangaben wurden bei dem Einsatz zwei Demonstranten und elf Polizisten verletzt. Saakaschwili hielt sich zu der Zeit jedoch in einem nahe gelegenen Hotel auf. Zuvor hatten ihn Anhänger aus einem Gefängnisbus befreit.

Am Wochenende hatte er eine Demonstration von mehreren Tausend Menschen angeführt und zum wiederholten Male die Absetzung des Staatschefs Petro Poroschenko gefordert, der ihn einst in die Ukraine geholt hatte.

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