Bedarf ausreichend gedeckt?

Neue Studie will Verblüffendes über vegan ernährte Kinder ergeben haben

+
Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte lehnt eine vegane Ernährung für Kinder ab.

Eine neue Studie hat die vegane und vegetarische Ernährung bei Kleinkindern unter die Lupe genommen. Dabei stellten die Forscher eine erstaunliche Wendung fest.

Ernährungswissenschaftler empfehlen seit langem Groß und Klein eine ausgewogene Mischkost. Ansonsten drohe ein Mangel an lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Besonders bei Kindern könne eine Mangelernährung zu körperlichen und gesundheitlichen Problemen führen. Nun wurde eine neue Ernährungsstudie zu dem Thema am vergangenen Donnerstag (19. April) in Berlin vorgestellt.

Neue Studie zeigt: Nur zehn Prozent der vegan ernährten Kinder sind zu klein für ihr Alter

Im Fokus stand eine vegane bzw. vegetarische Ernährung von (Klein-)Kindern. 364 Kinder von ein bis drei Jahren nahmen an der Studie teil. Dabei stellte sich heraus: Zehn Prozent der untersuchten, vegan ernährten Kinder und sechs Prozent der Vegetarier waren zu klein für ihr Alter.

Sie wiesen im Gegensatz zu ihren Altersgenossen, die eine Mischkost zu sich nehmen, erhebliche Wachstumsverzögerungen auf. Dies könne ein Anzeichen für eine nicht optimale Ernährung sein, erklärt Dr. Markus Keller, Studienleiter und Hochschullehrer der Fachhochschule des Mittelstands (FHM).

Auch Veganer und Vegetarier können gesund leben

Die restlichen 90 Prozent der vegan oder vegetarisch ernährten Kleinkinder wiesen allerdings keine körperlichen Einschränkungen auf. "Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass sowohl die vegetarisch und vegan ernährten Kinder als auch die Mischköstler eine vergleichbare und normale Entwicklung von Körpergewicht und Körpergröße zeigen. Dies ist ein erster Hinweis darauf, dass eine vegetarische und auch eine vegane Ernährung im Kleinkindalter bedarfsdeckend sein kann", so Keller weiter.

Besonders Kinder, die vegetarisch ernährt werden, sollten oft Milch und Eier auf ihrem Speiseplan stehen haben sowie bei Bedarf Vitamin B12-Präparate einnehmen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Lesen Sie auch: Zweijährige hat noch nie Zucker gegessen - die Folgen sind erstaunlich.

jp

Schnell schlank und fit: Sechs gesunde Zuckeralternativen

Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering.
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © pixabay/ponce_photography
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden.
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © pixabay/Couleur
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Pixabay
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker.
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © pixabay/Pezibear
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt.
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Pixabay
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © picture alliance / dpa / Marijan Murat

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

West-Nil-Virus fordert bereits 17 Tote: So breitet es sich jetzt in Europa aus
West-Nil-Virus fordert bereits 17 Tote: So breitet es sich jetzt in Europa aus
Vorsicht: Sommerhitze kann Wirkung der Pille zerstören
Vorsicht: Sommerhitze kann Wirkung der Pille zerstören
Familienvater verweigert Kindern Medizin - fast wäre es in einer Katastrophe geendet
Familienvater verweigert Kindern Medizin - fast wäre es in einer Katastrophe geendet
Darum sollten Sie besser nie wieder Cola, Limo & Co. zum Burger trinken
Darum sollten Sie besser nie wieder Cola, Limo & Co. zum Burger trinken

Kommentare